Péitruss-Zichelchen
Die Péitruss-Zichelchen-Tour, die in Zusammenarbeit mit der ASTI (Association de Soutien aux Travailleurs Immigrés) für die breite Öffentlichkeit angeboten wird, spiegelt die Erfahrungen gehörloser, sehbehinderter und blinder Menschen wider.
Wann:
25. April 2026 um 13:00 Uhr
Wo:
Place des bains (Bushaltestelle)
Reservierung erwünscht: travcom@asti.lu
Ensemble blanContact
Nach dem Erfolg von „Re V Ivre“ (2023 • 2024) kehrt das Ensemble blanContact, das seit 2007 professionelle Künstler/innen und Tänzer/innen mit und ohne Behinderung zusammenbringt, mit seiner neuen Kreation „Correspondances“ ins Grand Théâtre zurück. Mehrere Choreografinnen und Choreografen aus der luxemburgischen und internationalen Tanzszene entwickeln dafür neue Stücke, bei denen die Vielgestaltigkeit des menschlichen Körpers, die Fülle möglicher Bewegungen und die Einzigartigkeit jedes Individuums im Mittelpunkt stehen. Jede Choreografie trägt eine unverwechselbare Handschrift und erzählt ihre eigene Geschichte – und doch fügen sich alle zu einem großen Ganzen. So entstehen vielschichtige Verbindungen zwischen Bildern und Musik, zwischen Bewegung und Stillstand, zwischen Tanzenden und dem Publikum, die unsere Erwartungen ins Wanken bringen und gewohnte Perspektiven auf überraschende Weise neu ordnen.
„Mardis littéraires“ (Lesung und Gesprächsrunde)
Nadège Sanou: Accorder les sons
„Accorder les sons“ ist ein zutiefst persönlicher Roman, in dem die Autorin anhand einer von ihren eigenen Erfahrungen inspirierten Erzählung die Komplexität des Lebens mit einem mehrfach behinderten Kind beleuchtet. Die Geschichte folgt Leo, einem schwerstbehinderten Jungen, der von seinem Vater Damien allein aufgezogen wird, nachdem die Mutter die Familie verlassen hat. Als Salomé in ihr Leben tritt, wird sie Zeugin eines Alltags, der von Pflegeleistungen und Arztterminen, aber auch von Zweifeln und spontanen Zuneigungsbekundungen geprägt ist, die diese ungewöhnliche Familie zusammenhalten. Das Buch setzt sich mit der Rolle der Pflegenden, der Zerbrechlichkeit familiärer Bindungen und der stillen Kraft auseinander, die aus dem ständigen Gefordert-Sein erwächst. Ohne Pathos und mit großer Sensibilität verleiht Nadège Sanou all jenen eine Stimme, die man sonst nur selten hört – und beleuchtet die meist unsichtbare Realität von Familien, in denen Behinderung ein Thema ist.
Im Laufe des Abends liest die Schriftstellerin Auszüge aus ihrem Buch vor und gibt Einblicke in die Gedanken, die ihr beim Schreiben als Inspiration dienten. Im Anschluss an die Lesung findet eine Gesprächsrunde statt, um die Themen des Buches zu vertiefen und einen Dialog über die Herausforderungen der Inklusion zu eröffnen. Diese Veranstaltung, die Lesung und Diskussion miteinander verbindet, lädt das Publikum dazu ein, ein sensibles Werk zu entdecken, das unsere Beziehung zur Sprache, zum Anderssein und zu den vielfältigen Formen des menschlichen Ausdrucks hinterfragt.
Nadège Sanou wurde in Bobo-Dioulasso in Burkina Faso geboren. Sie lebt in Paris und ist im medizinisch-sozialen Bereich tätig. In ihrer beruflichen Laufbahn hat sie sich intensiv mit den Herausforderungen im Zusammenhang mit personeller Abhängigkeit, Schutzbedürftigkeit und der Betreuung von Menschen mit Behinderung auseinandergesetzt. Darüber hinaus hat Nadège Sanou auch ihren Stiefsohn betreut, der mit dem Down-Syndrom lebt – eine Erfahrung, die ihre Sicht auf Elternschaft und Solidarität nachhaltig geprägt hat.
Wann:
20. Oktober 2026 um 18:30 Uhr
Wo:
Lëtzebuerg City Bibliothèque; Auditorium Cité
Reservierung erforderlich: bibliotheque-events@vdl.lu