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Fußgänger- und Radfahrerüberwege

An gekennzeichneten Fußgänger- und Radüberwegen haben Fußgänger/innen und Radfahrer/innen Vorrang vor Kraftfahrzeugen. Beim überqueren der Fahrbahn bleiben Radfahrer/innen auf dem roten Radüberweg und brauchen dabei nicht abzusteigen. Trotzdem ist hierbei Vorsicht geboten.

Für Radfahrer/innen in Gegenrichtung geöffnete Einbahnstraßen

Bestimmte Einbahnstraßen in Tempo-30-Zonen sind für den Radverkehr in beide Fahrtrichtungen freigegeben und Radfahrer können dort auch in Gegenrichtung fahren. Dies ist nur möglich, wenn das Einbahnstraßenschild zusätzlich mit einem entsprechenden Verkehrszeichen ausgestattet ist: „excepté cycles“ (Fahrräder ausgenommen).

Radverkehr auf Busfahrstreifen

Für den Radverkehr ist die Nutzung des Busfahrstreifens grundsätzlich verboten. In bestimmten Ausnahmefällen ist dies jedoch möglich: Hierzu muss zusätzlich zum Verkehrszeichen zur Kennzeichnung des Busfahrstreifens ein entsprechendes Verkehrszeichen vorhanden sein: „excepté cycles“ (Fahrräder ausgenommen).

Fahrradschleusen

Fahrradschleusen sind Wartebereiche für Fahrräder an Ampelkreuzungen, die vor der Wartelinie für Kraftfahrzeuge liegen.

Hier können Radfahrer/innen ihre Spur verlassen und sich gut sichtbar vor die Kraftfahrzeuge stellen, um bei Grün sicher weiterfahren zu können.

Angebotsstreifen

Angebotsstreifen für den Radverkehr sind gemäß der luxemburgischen Straßenverkehrsordnung Fahrstreifen, die für Radfahrer/innen vorgesehen, diesen jedoch nicht ausschließlich vorbehalten sind. Sie sind von der restlichen Fahrbahn durch eine gestrichelte Linie abgetrennt.

Für Radfahrer/innen besteht keine Nutzungspflicht der Angebotsstreifen. Bei Bedarf dürfen auch Kraftfahrzeuge Angebotsstreifen befahren (zum Beispiel an Kreuzungen).

Indirektes Linksabbiegen

Auf sehr stark befahrenen Straßen und insbesondere solchen mit Ampelkreuzungen ist das „indirekte Linksabbiegen“ die sicherste Methode, links abzubiegen.

Fahrradampeln

Erhöhte Sicherheit und verbesserter Verkehrsfluss für Radfahrer/innen nach den Vorgaben der Straßenverkehrsordnung.

Fahrradampeln sind durch ein orangefarbenes Blinklicht gekennzeichnet, das ausschließlich für Radfahrer/innen gilt.

An Lichtzeichenanlagen, die mit einer Fahrradampel ausgestattet sind, können Radfahrer/innen auch bei rotem Lichtzeichen für den Fahrverkehr weiterfahren. Hierbei müssen die Radfahrer/innen der von der Fahrradampel vorgegebenen Pfeilrichtung folgen. Die Radfahrer/innen sind dabei angehalten, vorsichtig zu fahren und kreuzenden Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern die Vorfahrt zu gewähren.

An folgenden Kreuzungen wurden Fahrradampeln eingerichtet:

  • Avenue du X Septembre, Boulevard de Verdun
  • Boulevard Franklin D. Roosevelt, Rue Philippe II
  • Avenue Marie-Thérèse
  • Boulevard Franklin D. Roosevelt (Rue de l’ancien Athénée)
  • Rue de Bonnevoie (Rue du Laboratoire) (Anbringung für Anfang 2021 geplant)
  • Avenue Monterey, Boulevard Grande-Duchesse Charlotte

Induktionsschleifen

Einige Lichtzeichenanlagen sind mit einer Induktionsschleife ausgestattet. Sobald Radfahrer/innen vor der Ampel warten, wird ein Signal an die Ampel gesendet, die dann auf Grün umschaltet. So verkürzt sich die Wartezeit für Radfahrer/innen an den Ampeln.

Zur Installation magnetischer Induktionsschleifen werden Rillen in die Fahrbahndecke gefräst, die meist ein großes, rechteckiges Feld bilden. Die Konduktionsschleifen – also die Kabel zur Signalisierungs- und Informationsübermittlung – werden in die Vertiefung verlegt und dann mit der Ampelschaltung für Radfahrer/innen verbunden. Nach dem Verlegen der Bodenschleifen werden die Schlitze wieder verschlossen.

Die auf diese Weise in der Fahrbahn verlegten Induktionsschleifen funktionieren durch magnetische Felder. Diese werden durch den Wechselstrom erzeugt, der durch die Kabel fließt. Sobald sich ein Fahrrad auf der Induktionsschleife befindet, beeinflusst es deren magnetische Felder, da es aus Metall ist. Hierdurch wird der Ampelschaltung ein Signal gesendet, durch welches sie auf Grün umschaltet.

Beispiel für eine Konduktionsschleife:

Fahrradstraßen

Fahrradstraßen sind Verkehrswege auf dem Stadtgebiet, die für den Radverkehr reserviert sind. Sie sorgen für fließende und vor allem sichere Verbindungen zwischen den Hauptverkehrsstraßen und der bestehenden Radverkehrsinfrastruktur.

Verkehrswege, auf denen bereits Radverkehr besteht und auf denen der Verkehrsfluss und die Interaktionen mit dem Kraftfahrzeugverkehr denen einer Fahrradstraße bereits sehr ähnlich sind, sollen weiter optimiert werden.

Die Einrichtung von Fahrradstraßen ermöglicht der Stadt somit, den allmählichen Ausbau des Radverkehrsnetzes weiter voranzutreiben und den Stadtverkehr im Rahmen der sanften Mobilität zu sichern und zu fördern.

Die zulässige Höchstgeschwindigkeit für Kraftfahrzeuge beträgt in einer Fahrradstraße 30 km/h.

  • In einer Fahrradstraße haben Radfahrer/innen Vorrang und dürfen die gesamte Breite des Fahrstreifens nutzen.
  • Für Kraftfahrzeuge ist das Überholen eines anderen Fahrzeugs oder Fahrrads nicht erlaubt. Zudem dürfen Autofahrer/innen andere Verkehrsteilnehmer/innen nicht in Gefahr bringen oder behindern. Sie sind verpflichtet, bei Bedarf anzuhalten. Auch sind Autofahrer/innen angehalten, auf Fahrradstraßen den kürzesten Weg zu wählen. Das Parken ist nur auf den dafür gekennzeichneten oder ausgeschilderten Flächen erlaubt.

Technische Vorgaben für die Planung der Radverkehrsinfrastruktur

Um die Planung von Elementen für die Radverkehrsinfrastruktur zu erleichtern, hat das Ministerium für nachhaltige Entwicklung und Infrastruktur (Ministère du Développement durable et des Infrastructures) eine Website eingerichtet, auf der Sie verschiedene Informationsblätter („Factsheets“) finden. Diese Informationsblätter bieten einen Überblick über die aktuellen Empfehlungen für die Gestaltung der verschiedenen Elemente der Radverkehrsinfrastruktur und dienen Organisationen wie auch den Behörden als Referenzunterlagen.

Die derzeit aufgelisteten „Factsheets“ beschränken sich auf Gestaltungsmöglichkeiten für Radwege auf freier Strecke. Zukünftig sollen diese aber regelmäßig aktualisiert und erweitert werden und weitere Themen abdecken, wie die Einrichtung von Elementen der Radverkehrsinfrastruktur im Zusammenhang mit dem Kreisverkehr, die Planung des Fahrradwegenetzes, die Bereitstellung von Fahrradstellplätzen, die Gestaltung fahrradfreundlicher Gebäude usw. 

Sollten die „Factsheets“ keine zufriedenstellenden Vorschläge anbieten, werden die planenden Stellen gebeten, eine maßgeschneiderte Lösung zu entwerfen. Im Falle einer solchen Ad-hoc-Lösung muss diese jedoch begründet werden – entweder muss die Lösung den geltenden Vorschriften, Normen oder Empfehlungen eines anderen Landes entsprechen oder es liegen bereits gute Erfahrungen mit einem entsprechenden Pilotprojekt oder einer bereits bestehenden, gleichgelagerten Infrastruktur vor.

Bei Fragen, Anmerkungen oder Vorschlägen können Sie sich an die Cellule Mobilité douce (Referat Sanfte Mobilität) des Ministeriums für nachhaltige Entwicklung und Infrastruktur wenden.

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