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Warum eine größere Biodiversität?

Die Biodiversität hilft, Böden zu schützen, Schadstoffe aus der Luft aufzufangen, das Stadtklima angenehm zu gestalten und die Lebensqualität zu verbessern. Die Biodiversität in Stadtgebieten ist ein Zeichen und Garant für eine gesunde Umwelt, die es zu bewahren und zu fördern gilt.  

Die Potenziale der Stadt

Die Stadt verwaltet 171 Hektar Grünanlagen und Parks sowie 1055 Hektar FSC-zertifizierte Wälder. Sie sind die „grüne Lunge“ der Stadt und bilden den Lebensraum einer reichen und vielfältigen Flora und Fauna. Die Stadt bietet aber auch andere Umgebungen, die die Vielfalt der Fauna und Flora begünstigen: Fließgewässer, Teiche, Gärten, Friedhöfe, Mauern, Fassaden und Dächer, Parkplätze, Wege und öffentliche Plätze.

Die Maßnahmen zugunsten der Biodiversität orientieren sich an den Leitlinien, die die Verwaltung Ende 2008 im Rahmen des lokalen Programms „Agenda 21“ verabschiedet hat und die Folgendes umfassen:

  • Duldung von spontaner Vegetation im Stadtraum
  • Verzicht auf Herbizide bzw. Pestizide
  • Pflanzung und Pflege von Bäumen und Hecken in der Stadt
  • nachhaltige kommunale Waldwirtschaft
  • ökologisch sinnvolles Mähen
  • Verwendung feuchtedurchlässiger und begrünter Oberflächenbeläge
  • Verzicht auf Saatgut von gentechnisch veränderten Organismen

Die Stadt Luxemburg führt das Label „Naturgemeng“. Dieses Label zeichnet Gemeinden aus, die sich durch besondere Maßnahmen zugunsten des Naturschutzes hervorheben. Der Einsatz von Pestiziden wurde seit 2009 von allen kommunalen Dienststellen systematisch aufgegeben. Dieser Ansatz für eine pestizidfreie Gemeinde wurde durch einen Beschluss des Gemeinderats vom 9. Mai 2011 offiziell bestätigt.

Gemeinschaftsgärten

2013 startete die Stadt Luxemburg das erste Projekt für einen Gemeinschaftsgarten im Stadtteil Bonneweg-Kaltreis. Ziel des Projekts war es, den im Stadtviertel lebenden Menschen die Möglichkeit zu bieten, ökologischen Gartenbau zu betreiben und zugleich soziale Kontakte in der Nachbarschaft aufzubauen.

Nach dem großen Erfolg des Pilotprojekts folgten 2014 zwei neue Gemeinschaftsgärten in den Stadtteilen Limpertsberg und Oberstadt/Bahnhof. 2017 wurde ein weiterer Garten im Pfaffenthal eröffnet. Derzeit entsteht ein weiterer Gemeinschaftsgarten im Grund.

Die Stadt und ihre Bienen

Bienen sorgen für die Bestäubung und leisten damit einen unverzichtbaren Beitrag zu einem gut funktionierenden Ökosystem und zum Erhalt der Biodiversität. 2013 richtete die Stadt Luxemburg im Petruss-Tal Bienenstöcke ein, um ihren eigenen Honig, den „Stater Hunneg“, herstellen zu können. In Kockelscheuer, im Park Tony Neuman und auf dem Eicherfeld-Plateau wurden seitdem zahlreiche weitere Stöcke angebracht. 2017 betrug die gesamte Ertragsmenge des „Stater Hunneg“ 549 Kilogramm. Dieser Honig ist fester Bestandteil des Ernährungsprogramms für Schülerhorte und Kinderkrippen in der Stadt Luxemburg.

Die Bienenstöcke werden nach ökologischen Kriterien betrieben. 2016 hat der Service Patrimoine naturel (Dienststelle Naturerbe) einen Vertrag mit dem Kontrollverein ökologischer Landbau unterzeichnet, um eine Zertifizierung für seine Imkereierzeugnisse zu erhalten.

Schafe und Esel

In dem Bestreben, die Natur zu schützen und die Biodiversität durch den Erhalt natürlicher Lebensräume zu bewahren, hat die Stadt Luxemburg eine Herde von Schafen der Rasse Mouton des Landes für die ökologische Pflege einiger eigener Obstwiesen und sensibler Naturgebiete angeschafft.

Die Öko-Beweidung erfüllt auch Anforderungen wie:

  • Pflege schwer zugänglicher Bereiche
  • schadstofffreie Pflege ohne Einsatz von Maschinen
  • Zeitersparnis für die Teams der Grünflächenpflege
  • Bewahrung von „Leben“ in vernachlässigten Räumen

Die Herde besteht aus etwa 60 Schafen und Lämmern sowie einem Schafbock.

Um die natürliche Beweidung zu stärken, hat der Service Forêts auch ein halbes Dutzend Esel angeschafft, die komplementär zu den Schafen eingesetzt werden.

Die Pflege der Schafe und Esel wird vom Service Forêts übernommen.

Invasive Pflanzen

Einige Pflanzenarten sind auf unnatürlichem Weg in unsere Regionen gelangt und verbreiten sich ungehindert, weil sie keine natürlichen Feinde haben. Dadurch schädigen sie die heimische Biodiversität. Gemeinsam mit der Naturverwaltung, dem Wasserwirtschaftsamt und dem Nationalmuseum für Naturgeschichte verfolgt die Stadt ein Programm zur Bekämpfung dieser Pflanzen. Weitere Informationen erhalten Sie in dem Merkblatt „Plantes néophytes invasives“, das Sie im nachfolgenden Abschnitt „Biodiversität bei mir zuhause“ herunterladen können. 

Ausführliche Informationen über den Riesen-Bärenklau, der Verbrennungen verursachen kann und deshalb besonders problematisch ist, bietet die Website des Nationalmuseums für Naturgeschichte.

Wie kann ich zur Biodiversität beitragen?

Die Stadt Luxemburg geht nicht nur umweltfreundlich vor, sondern möchte Ihnen auch einige Tipps geben, wie Sie auf Chemikalien verzichten und zur Biodiversität in Ihrem Garten beitragen können. Die folgenden Merkblätter wurden in Zusammenarbeit mit dem Naturschutzzentrum Haus vun der Natur, der Stiftung Hëllef fir d'Natur und dem luxemburgischen Kleingärtnerverband Ligue du Coin de Terre et du Foyer entwickelt und enthalten zahlreiche Tipps.

Biodiversität bei mir zuhause

Bodenverbesserung

Freunde und Feinde des Gartens

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