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Vorstellung des Projekts

Anmerkungen der Auswahlkommission

Beurteilung des Projekt STADePARK durch die Auswahlkommission:

„Das Projekt des siegreichen Teams zeichnet sich dadurch aus, dass es die Geschichte des Orts durch die Umwandlung des derzeitigen Josy-Barthel-Stadions in einen großen, zur Route d’Arlon hin offenen öffentlichen Park unterstreicht.

Diese mutige Entscheidung ermöglicht es der Stadt, hier einen bedeutenden öffentlichen Raum entstehen zu lassen, der sich auch auf das zukünftige Wohnviertel auswirken wird. Es entsteht ein Park für das gesamte Viertel Belair und die Parkgestaltung fügt sich gut in das Bild der anderen Parks der Stadt Luxemburg ein. Dieser Stadion-Park ist eine starke Antwort auf die Herausforderungen des Klimawandels und verleiht der Natur eine noch stärkere Präsenz in der Stadt.

Das historische Feuerwehrgebäude und die alten Ställe bleiben erhalten und sollen zu Hochburgen der städtischen Kultur, zu Orten der Begegnung im Stadtviertel und zu einem Raum für Projekte werden. Rund um diese Gebäude und die zukünftige Tramhaltestelle wird ein öffentlicher Platz entstehen, der das Herzstück der näheren Umgebung bilden wird. Die Aufwertung des architektonischen Erbes erfolgt unmittelbar und könnte somit der erste experimentelle Schritt bei der Entstehung des neuen Stadtviertels werden.

Bei der Gestaltung der Straßen, Gassen und Wege ist ebenfalls der Wille erkennbar, den vorhandenen Spuren zu folgen und die Topographie des Ortes als Ressource für das Projekt zu nutzen. Diese Vorgehensweise ermöglicht große Flexibilität bei der praktischen Umsetzung. Die aktuelle Rue du Stade bleibt erhalten und wird zur „Rambla“ des Viertels, die sich zum Viertel Belair hin öffnet. Die Randbereiche des Plateaus werden mit einer öffentlichen Aussichtsplattform aufgewertet, über die sich der bewaldete Teil des Rollingergrunds dann bis zur Route d’Arlon erstreckt.

Rund um diese öffentlichen Orte, an denen die Menschen zusammenkommen, werden verschiedene Stadtteile für unterschiedliche Wohnsituationen errichtet, was laut Jury zur sozialen Durchmischung und zur Entstehung nachbarschaftlicher Beziehungen beiträgt. Die je unterschiedliche Gestaltung der Gebäude ist auf die jeweilige städtische Umgebung zurückzuführen: die „Terrassen des Stadions“ entlang der Rue Napoléon, der „bewohnte Wald“ als Erweiterung des Rollingergrunds und mehrere identitätsstiftende Wohngebäude entlang der Route d’Arlon.

Zu guter Letzt überzeugt das Projekt mit der neuen urbanen Wohnsiedlung, die entlang der Route d’Arlon entsteht und die für die Stadt von großer Bedeutung ist. Anstatt einer Aneinanderreihung großer Wohngebäude will das Team eine offene Straßenfront schaffen und so die öffentlichen Räume des zukünftigen Stadtviertels gebührend in Szene setzen: den Stadion-Park, also das Herz des Viertels, und die internationale Schule. Entlang dieser strategischen Achse der Stadt spielt sich das öffentliche Leben des Viertels ab.

Die Jury möchte dem Team zu diesem kühnen Projekt gratulieren, das alle Aspekte vereint und eine überzeugende Antwort auf die komplexen Fragen in Zusammenhang mit der Neugestaltung dieses außergewöhnlichen Orts liefert. Der Entwurf hat das Potential, einen wesentlichen Beitrag zur Entstehung eines neuen Viertels in der Stadt Luxemburg zu leisten.

Anmerkungen der Jury

Mit diesem Projekt ist vorgesehen, das ehemalige Josy-Barthel-Stadion weitgehend zu erhalten und hier an zentraler Stelle des Wunnquartier Stade einen Freiraum zu schaffen. Dieser soll als neuer Stadtviertelpark die Freiraumstruktur der Stadt Luxemburg ergänzen und auch von den Bewohnerinnen und Bewohnern der umliegenden Stadtviertel genutzt werden können.

Um das auf dem Areal vorhandene historische Gebäude der Kaserne der ehemaligen Berufsfeuerwehr an der Route d’Arlon herum soll ein zentraler Stadtvierteltreffpunkt mit urbanem Flair entstehen. Das Gebäude selbst mit seinen Stallungen soll zu einem Hub für Kultur werden, daneben sollen ein Stadtteilplatz und ein Pavillon neu entstehen.

Das Konzept für die Außenraumgestaltung bildet das Gerüst, um welches herum die Projektautoren vier Wohnviertel mit ganz eigenem Charakter konzipiert haben, die jeweils Bezug auf den vorhandenen städtebaulichen Kontext nehmen: Entlang der Route d’Arlon ist ein dichtes Quartier mit Wohntürmen geplant, das für eine neue Skyline sorgen wird, entlang der Rue Napoléon ist eine Gartenstadt vorgesehen, am Rollingergrund entstehen Wohnhäuser in einem Umfeld mit Waldcharakter, und am östlichen Rand des Geländes, das ein Plateau bildet, vier Wohntürme mit Blick auf den Limpertsberg.

Das Projekt überzeugt grundsätzlich, muss aber hinsichtlich der Verteilung der städtebaulichen Dichte und der für das Gelände entlang der Route d’Arlon und dem Rollingergrund vorgeschlagenen Bauformen überprüft werden.

Team

Team 196971

Städtebau: 2001, Esch-Alzette (LU) + HHF ARCHITEKTEN, Basel (CH)
Landschaftsarchitektur: AGENCE TER, Paris (FR)
Mobilität: SYSTEMATICA, Mailand (IT)
Energie: TRANSSOLAR, München (DE)
Stadtplanung: CABANE - URBANE STRATEGIEN, Basel (CH)

Die
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