Programm
| Uhrzeit | Künstler/innen |
|---|---|
| 18:00–19:00 Uhr | zEduardo |
| 19:00–20:00 Uhr | Nebula Quartet |
| 20:00–20:30 Uhr | zEduardo |
| 20:30–21:30 Uhr | Reis Demuth Wiltgen |
| 21:30–22:00 Uhr | zEduardo |
| 22:00–23:00 Uhr | Singülar |
| 23:00–23:45 Uhr | zEduardo |
| 23:45–01:00 Uhr | daoud |
zEduardo
Über den Musiker
José Eduardo, auch bekannt als zEduardo, ist ein in Luxemburg ansässiger Sozialarbeiter, der seine Leidenschaft für Musik in seinen Vinyl-DJ-Sets und seiner monatlichen Radiosendung „Iya Afirika“ zum Ausdruck bringt.
Die unerwartete und zufällige Begegnung mit V.A. „ THE WORLD ENDS: AFRO ROCK & PSYCHEDELIA IN 1970S NIGERIA PART 1“ in der Mediathek von Namur weckte seine Leidenschaft für die afrikanische Musik der 1970er bis 1990er Jahre – insbesondere für Afrobeat, Afrofunk und Afrodisco – und er begann, seltene Schallplatten und musikalische Schätze dieser Zeit zu sammeln.
Als Fan von Hula-Hoop bringt er mit seinen DJ-Sets unsere Hüften in Bewegung.
Nebula Quartet
Aus einer dahinschwebenden Nebelwolke nimmt der Klang allmählich Gestalt an. Zart, flüchtig, fast transparent – und doch mit einer unerwarteten Schärfe, wenn sich klare Linien und starke Melodien aus dem Dunst herausschälen. Das Nebula Quartet versteht sich als ein sich ständig wandelndes Klangfeld, in dem sich neue Ideen abzeichnen, verdichten und wieder auflösen, um nur wenige Augenblicke später in einem neuen Licht zu erscheinen.
Das Repertoire besteht aus eigenen Kompositionen, die sich zwischen Modern Jazz, Rock, Impressionismus und freien Klangstrukturen bewegen. Alle Mitglieder bringen sich als Komponisten ein, sodass jedes Musikstück seinen ganz eigenen Charakter erhält – mal rhythmisch pulsierend, mal schwebend und offen, mal geprägt von harmonischer Dichte. Und doch bleibt der gemeinsame Atem stets spürbar – im Zuhören, im Antworten und im Weiterführen der Gedanken des Gegenübers.
Künstler
- Thierry Lahyr – Gitarre
- Noah Diemer – Keyboard, Synthesizer
- Max Schroth – E-Bass
- Mateus DoCarmo – Schlagzeug
REIS DEMUTH WILTGEN
Der Pianist Michel Reis, der Bassist Marc Demuth und der Schlagzeuger Paul Wiltgen gehören zu den bekanntesten Jazzmusikern Luxemburgs. Im Jahr 1998 gründeten sie noch während ihrer Schulzeit das Trio REIS DEMUTH WILTGEN und traten einige Jahre lang regelmäßig in Luxemburg und Umgebung auf. 2011 kam das Trio erneut zusammen, um seine Erfahrungen und neue Musik zu präsentieren. Das selbstbetitelte Debütalbum, das bei Laborie Jazz erschien, wurde von der Kritik einhellig gelobt. Seit der Veröffentlichung ist die Band weltweit auf Tournee und trat bei bedeutenden internationalen Jazzfestivals in Europa, Asien, Nord- und Südamerika sowie Westafrika auf. Ihr zweites Album mit dem Titel „Places In Between“ wurde in New York City aufgenommen und 2016 bei Double Moon Records veröffentlicht. Das Trio steht nun beim italienischen Label CAM JAZZ unter Vertrag, für das es zwei Alben aufgenommen hat: „Once In A Blue Moon“ (2018) und die neueste Veröffentlichung „SLY“. Für 2026 haben Reis Demuth Wiltgen die Veröffentlichung ihres Orchesterprojekts geplant, an dem das Philharmonische Orchester von Luxemburg sowie zwei herausragende Musiker aus den USA mitwirken: der siebenfache Grammy-Preisträger, Dirigent und Komponist Vince Mendoza sowie der weltberühmte Jazz-Saxophonist Joshua Redman.
Das Trio wird 2027 sein sechstes Album veröffentlichen: eine Live-Aufnahme, die im berühmten Cotton Club in Tokio entstanden ist.
Künstler
- Michel Reis – Klavier
- Marc Demuth – Bass
- Paul Wiltgen – Schlagzeug
Singülar
Über die Gruppe
In der gedämpften Stille eines Konzertsaals im Süden Luxemburgs begegneten sich drei Klangsuchende zum ersten Mal: Pascal Schumacher, Sebastian Studnitzky und Edward Perraud. Auf ihre Begegnung folgte keine Session und kein Plan, sondern ein Erwachen. SINGÜLAR fängt die Spuren dieser ersten Begegnung ein – unverfälscht, elektrisierend, einmalig. Jazz ist für die Musiker kein Stilmittel, sondern wird zum Material der musikalischen Gestaltung, aufgelöst in Ambient-Schichten, Raum und Stille, Reibung und Puls.
daoud
Über den Musiker
Als Enfant terrible des Jazz entzieht sich daoud sämtlichen Regeln und kreiert eine Jazzmusik, die von einem Gefühl der Unzulänglichkeit getragen wird – Konventionen werden durchbrochen, ohne nach Anerkennung zu suchen, und das spricht neugierige Neulinge ebenso an wie erfahrene Puristen.
Seine Kreationen sind von anhaltender Spannung geprägt: zwischen Verspieltheit und Ernst, Chaos und Zärtlichkeit, Ironie und Aufrichtigkeit. Mit seinem Album „ok“, das 2025 bei ACT erschienen ist, liefert er ein persönliches Manifest, das von Zusammenbruch und Wiederholung geprägt ist – aber auch von der Beharrlichkeit, die es braucht, um Neuanfänge zu wagen.
Der Künstler erschafft eine raue visuelle Klangwelt, die sich durch Provokation, aber ebenso durch jugendliche Unbekümmertheit auszeichnet. Seine Rückkehr in die Kindheit dient jedoch nicht dazu, Trost zu suchen, sondern Widersprüche aufzudecken. Zerbrechlichkeit, Vergänglichkeit, Satire – seine Ästhetik bejaht das Unvollkommene, statt es zu verbergen.
Auf der Bühne setzen sich daoud und seine Band über Regeln hinweg – mit einem Mix aus feiner Lyrik und explosiver Kraft. Seit der Veröffentlichung des von der Kritik gefeierten Albums „GOOD BOY“ im Jahr 2024 hat die Band eine Reihe ausverkaufter Konzerte und herausragender Auftritte gespielt – vom Ronnie Scott’s in London bis hin zum Montreux Jazz Festival, mit einem Zwischenstopp in Marciac. Bei seinen Kompositionen und Produktionen für andere Musiker/innen behält daoud stets seinen persönlichen Ansatz im Blick, der zunehmend an Freiheit und Kompromisslosigkeit gewinnt.
Künstler
- daoud – Trompete
- Thomas Perier – Keyboards
- Louis Navarro – Kontrabass
- Quentin Braine – Schlagzeug
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