Zum Hauptinhalt gehen
Menü

Vorstellung des Projekts

Am Freitag, den 17. Mai 2019 haben die Bürgermeisterin Lydie Polfer und der erste Schöffe Serge Wilmes den städtebaulichen Ideenwettbewerb vorgestellt, der im Hinblick auf die Aufwertung des Areals ausgerufen wurde, das sich vom Josy-Barthel-Stadion und seiner Umgebung bis zur Route d'Arlon erstreckt.

„Wunnquartier Stade“: ein Wohnbauvorhaben im Herzen der Stadt

Der Ideenwettbewerb betrifft das Areal, das neben dem Gelände des Josy-Barthel-Stadions auch umliegende Flächen umfasst, auf denen sich ein Fußballplatz, eine Sporthalle, eine Tennisanlage sowie die Gebäude des Service Incendie et Ambulances (Dienststelle Feuerwehr und Rettungsdienste) und des Service Hygiène (Dienststelle Hygiene), das Recyclingcenter, ein Kraftwerk, eine Kinderkrippe sowie die Gebäude des Franziskanerordens mitsamt einer Freifläche befinden.

83 % des etwa 10 Hektar großen Geländes stehen im Eigentum der Stadt Luxemburg, das restliche Land gehört der Kongregation der Franciscaines de la Miséricorde (Franziskanerinnen der Barmherzigkeit).

Der Standort liegt in Nähe des Stadtzentrums und verfügt über eine gute Verkehrsanbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln, die durch den Ausbau des Tramnetzes ausgehend von der Place de l'Etoile in Richtung Mamer noch verbessert wird. Durch die Umsetzung des Projekts „Wunnquartier Stade“ behält die Route d'Arlon ihre Funktion als Hauptverkehrsachse, welche die Hauptstadt mit den umliegenden Gemeinden im Westen verbindet. Was die sanfte Mobilität angeht, so soll auf der Route d'Arlon – neben der Anbringung zusätzlicher Stationen des Fahrradverleihsystems vel’OH! – ein Fahrradweg in den Straßenraum integriert werden. Darüber hinaus ist geplant, Wege für Fußgänger/innen und Radfahrer/innen anzulegen, um das neue Wohnviertel an die Grünflächen in der Umgebung (Rollingergrund, Limpertsberg, Belair) anzubinden.

Das Areal eignet sich somit bestens für die Umsetzung eines Bauvorhabens im Sinne der Nutzungsmischung, wobei das vorrangige Ziel des Bürgermeister- und Schöffenkollegiums der Stadt Luxemburg in der Schaffung von Wohnraum besteht.

Schaffung von vielfältigen und erschwinglichen Wohneinheiten

Ziel dieses Ideenwettbewerbs ist es, das betroffene Areal durch die Schaffung von vielfältigen und erschwinglichen Wohneinheiten in ein Wohnviertel umzuwandeln. Neben Wohnungen sollen auch Einkaufsmöglichkeiten, Orte, die der Gemeinschaft als Treffpunkt und Aufenthaltsstätte dienen können, Kinderkrippen, eine Begegnungsstätte, Sportanlagen, Spielplätze usw. entstehen – Infrastruktureinrichtungen und Dienste, die für eine hohe Lebensqualität der zukünftigen Bewohner/innen des Stadtviertels unerlässlich sind.

Ein Ideenwettbewerb in zwei Phasen mit Bürgerbeteiligung

Der städtebauliche Ideenwettbewerb wird in zwei voneinander getrennten Phasen abgewickelt, bei denen die Bürgerbeteiligung eine wesentliche Rolle spielt: Das Bürgermeister- und Schöffenkollegium möchte in einen Dialog mit der Öffentlichkeit treten, um die Vorschläge der Bürger/innen berücksichtigen und ein Bauvorhaben umsetzen zu können, das den tatsächlichen Anforderungen der Bevölkerung entspricht. 

Phase I

Am Samstag, den 18. Mai 2019 wurde eine offene europaweite Ausschreibung veröffentlicht: Sie richtete sich an qualifizierte Stadtplaner/innen, die im Rahmen einer anonymen Bewerbung eine erste Entwurfsidee einreichen konnten.

Am 14. und 15. Januar 2020 behielt eine Auswahlkommission - die sich aus Vertreterinnen und Vertretern der Stadt Luxemburg, des Ministeriums des Innern, des Ministeriums für Wohnungswesen, der Nationalen Gesellschaft für verbilligtes Wohneigentum (Société nationale des habitations à bon marché, SNHBM), der Architekten- und Ingenieurkammer (Ordre des Architectes et des Ingénieurs-Conseils, OAI) und der Kongregation der Franciscaines de la Miséricorde sowie einem Professor für Architektur der Universität Luxemburg und mehreren internationalen Expertinnen und Experten zusammensetzte - nach der Prüfung der Dossiers und einer ersten Auswertung der Entwürfe sieben Projekte zurück.

Die ausgewählten Entwurfsideen wurden zunächst dem Gemeinderat präsentiert, und werden vom 21. Januar bis 1. Februar 2020 in anonymer Form öffentlich ausgestellt. In dieser Etappe haben die Bürger/innen die Gelegenheit, sich aktiv an der Ausarbeitung des neuen Entwurfs zu beteiligen: Die im Austausch mit den Bürgern gesammelten Ideen werden an die Teilnehmenden des Ideenwettbewerbs weitergeleitet und sollen, sofern möglich, in den Entwürfen berücksichtigt werden.

Phase II

Phase II beginnt im März 2020 und besteht aus einer Mehrfachbeauftragung der ausgewählten Teams (consultation rémunérée), deren Namen zu diesem Zeitpunkt bekanntgegeben werden.

Die Teams reichen ihre endgültigen Entwürfe im September 2020 ein. Die zweite Phase des Wettbewerbs wird Ende 2020 abgeschlossen mit der Ausstellung der Entwürfe und der Bekanntgabe des Gewinnerteams.

Weiterer Zeitplan

Auf der Grundlage des Gewinnerprojekts wird ein Teilbebauungsplan (PAP) ausgearbeitet, der vom Gemeinderat angenommen werden muss.

Dokumente