Tauben

Einst wegen ihres Fleisches oder ihrer Flugfähigkeiten domestiziert, dann in die Freiheit entlassen und heimisch gemacht, hat die Stadttaube in der Stadt verwilderte Bevölkerungen hervorgebracht (in anderen Worten: sie ist ein Haustier, das wieder verwildert ist). Doch ihre Verbreitung und ihre „Nebenwirkungen“ kann man auch als schädlich ansehen.

  • Taubenkot verschmutzt Gehwege, Fahrbahnen und Fahrzeuge, greift den Stein von Denkmälern und Gebäuden an und begünstigt die Entwicklung von Schimmelpilzen.
  • Die Taube kann Viruskrankheiten (Psittakose) oder Parasiten (Zecken, Flöhe usw.) auf den Menschen übertragen.

Was die Stadt Luxemburg unternimmt:

  • Der Einsatz von Körnern mit empfängnisverhütenden Produkten wurde eingestellt, um die Verwendung von Chemikalien zu vermeiden, die in die Nahrungskette von Beutegreifern gelangen könnten.
  • Am Square Brasseur, in der Rue d’Anversund der Rue Antoine Godart wurden Taubenschläge eingerichtet. Ziel ist hierbei, die lokale Taubenpopulation zu binden, die Gesundheitsüberwachung sicherzustellen und eine Populationskontrolle zu ermöglichen.
  • Die Stadt schützt den natürlichen Lebensraum natürlich vorkommender Raubtiere, wie dem Uhu und dem Wanderfalken.
  • Die Stadt reinigt regelmäßig den öffentlichen Raum.

Was die Bürgerinnen und Bürger tun können:

  • Es wird empfohlen, den Nestbau von Tauben am eigenen Haus so weit wie möglich zu verhindern, indem Öffnungen abgedeckt und Löcher verstopft werden, zum Beispiel mit Netzen oder Maschendraht.
  • Berühren Sie die Tauben nicht, vor allem, wenn diese einen kranken Eindruck machen. Wenden Sie sich an ein spezialisiertes Unternehmen.
  • Gemäß der Gemeindeverordnung vom 23. Oktober 1967 ist das Taubenfüttern verboten.

Im Taubenschlag lassen sich die Vögel an einem für sie geeigneten Ort konzentrieren und leicht kontrollieren.

Der Taubenschlag ist offen, damit die Tiere jederzeit ein- und ausfliegen können. Sie kehren immer wieder dorthin zurück, denn er bietet einen geschützten Unterschlupf und ausreichend geeignete Nahrung.

Ein Applikator sterilisiert die gelegten Eier, indem sie geschüttelt und an Ort und Stelle zurückgelegt werden, so dass das Weibchen mit dem Brüten fortfahren kann. Ebenso können auch künstliche Eier verwendet werden.

Raben und Krähen

Die Krähe ist ein Vogel, der in Gemeinschaften lebt, deren Größe je nach Jahreszeit variiert. Wenn die Tiere in der Nähe von Häusern leben, können Schädigungen auftreten. In der Stadt Luxemburg wurden ungefähr 1100 Nester gezählt. Regelmäßige Zählungen ergaben eine Stabilisierung der Kolonien während der letzten Jahre.

Nachteile:

  • Ihr Krächzen kann störend wirken, ist aber nur auf die Dauer von drei Monaten während des Nestbaus begrenzt.
  • Der Kot verschmutzt Autos, Gehwege, öffentliche Sitzbänke usw.

Nutzen:

  • Raben und Krähen sind nützlich und zählen zu den geschützten Tierarten.
  • Sie befreien die Umwelt von Tierkadavern. Doch auf dem Speiseplan stehen noch andere Dinge: Nager, Insekten, Früchte, Eier usw.

Was die Stadt Luxemburg unternimmt:

Die Stadt Luxemburg hat einen Managementplan für im Stadtgebiet nistende Krähen ausgearbeitet und umgesetzt. Ziel des Managementplans ist es, eine langfristige Vorgehensweise im Umgang mit dieser geschützten Art auf dem Gebiet der Hauptstadt zu erreichen und gleichzeitig die unerwünschte Aufsplitterung und Verlagerung der Kolonien an eine Vielzahl anderer Orte mit Konfliktpotenzial zu verhindern.

Enten

Der Mensch tut den Tieren nichts Gutes, wenn er sie mit „unnatürlicher“ Nahrung füttert. Enten können sich auf diesem Weg Bakterien zuziehen, die sich zum Beispiel bei der Gärung von Brotresten in stehenden und von der Sonne erwärmten Gewässern bilden. Diese Krankheit heißt Botulismus und kann bei Verschlucken von verschmutztem Wasser oder beim Kontakt mit kranken Tieren auf den Menschen übertragen werden.