Füchse

Diese Tiere werden zunehmend in der Stadt gesehen, wo sie von einem großen Nahrungsangebot angezogen werden, das der Mensch hinterlässt. Neue Gewohnheiten des Menschen stellen eine Störung des natürlichen Gleichgewichts von Füchsen dar.

Seit dem Einführen verstärkter Impfmaßnahmen zählt der Fuchs nicht mehr zu den Überträgern von Tollwut. Er ist nur noch Überträger eines parasitären Bandwurms (Echinococcus) und kann diesen in äußerst seltenen Fällen (bisher ist für Luxemburg kein Fall bekannt) über den Kontakt von Exkrementen mit später verzehrten Früchten oder Gemüse, aber auch über Haustiere weitergeben.

Was die Bürgerinnen und Bürger tun können:

  • Hinterlassen Sie im Freien keine Reste von Fastfood-Mahlzeiten.
  • Stellen Sie abends den Futternapf Ihrer Katze ins Haus.
  • Waschen Sie Früchte, Gemüse und Salate, die in Bodennähe gezogen wurden, sorgfältig. Das Kochen von Lebensmitteln tötet Krankheitserreger ab.

Steinmarder

Steinmarder können zu einer Belastung werden, wenn sie in Wohnhäuser eindringen und sich beispielsweise auf ausgebauten Dachböden oder in Zwischendecken niederlassen. Sie sind auch für Schäden an Isoliermaterialien oder Autokabeln „berühmt“.

Doch Steinmarder sind auch Verbündete: Sie sind die natürlichen Feinde von Mäusen, Ratten und Insekten, also nützliche Tiere.

Was die Bürgerinnen und Bürger tun können:

  • Sie können sich schützen, indem Sie die Simse und Decken so herrichten, dass die Tiere nicht ins Haus gelangen können. Bringen Sie Autos in der Garage unter oder ändern Sie regelmäßig den Außenstellplatz.
  • Reinigen Sie Ihr Auto regelmäßig, denn die Tiere folgen den Gerüchen, die sie bei der letzten Markierung hinterlassen haben.

Ratten

Im Allgemeinen leben in einer Stadt zu normalen Zeiten ebenso viele Ratten wie Menschen. Ratten siedeln sich vor allem in der Kanalisation oder auf ungenutztem Gelände an. Sie sind Überträger von Parasiten (Flöhe) und schwerwiegenden Krankheiten, wie Leptospirose und Hantavirose, die auch auf den Menschen übergehen können.

Was die Stadt Luxemburg unternimmt:

  • Über 700 Kanalisationsschächte werden zweimal pro Jahr mit einem blutgerinnungshemmenden Mittel behandelt. Es wird jedoch ein Höchstmaß an Vorkehrungen getroffen, um die Verwendung dieser Chemikalien auf ein striktes Minimum zu beschränken und jeglichen Kontakt mit dem Wasser zu vermeiden.
  • Der Einsatz eines computergestützten Fernzugriffssystems auf eine Karte und eine zentralisierte Datenbank ermöglicht die wirkungsvolle Steuerung der Interventionspunkte und eine Reduzierung der Umweltbelastung, da auf diesem Weg die Bekämpfungsmaßnahmen gezielter ausgerichtet werden können.

Was die Bürgerinnen und Bürger tun können:

  • Organische Abfälle und Fette gehören in die Mülltonne, nicht in die Kanalisation.
  • Mülltonnen müssen gut verschlossen sein.
  • Fleischabfälle oder gekochtes Essen dürfen nicht auf den Komposthaufen geworfen werden, wenn dieser für Nagetiere zugänglich ist.
  • Sorgen Sie dafür, dass Ihre Leitungen ordnungsgemäß angeschlossen sind.
  • Der Service Hygiène bietet eine erste kostenlose Rattenbekämpfung. Weitere Informationen bietet die Rubrik „Gemeinsam für eine saubere Stadt“.