Péitruss-Zichelchen
Die Péitruss-Zichelchen-Tour, die in Zusammenarbeit mit der ASTI (Association de Soutien aux Travailleurs Immigrés) für die breite Öffentlichkeit angeboten wird, spiegelt die Erfahrungen gehörloser, sehbehinderter und blinder Menschen wider.
Wann:
25. April 2026 um 13:00 Uhr
Wo:
Place des bains (Bushaltestelle)
Reservierung erwünscht: travcom@asti.lu
D’Stad liest
Lesung für die ganze Familie mit Eugénie Anselin, in Gebärdensprache übersetzt in Zusammenarbeit mit dem Centre de Logopédie
Eugénie Anselin bietet Kindern und Erwachsenen einen einfühlsamen Lesegenuss. Um Inklusion und Barrierefreiheit für alle Zielgruppen zu gewährleisten, wird die Lesung in Zusammenarbeit mit dem Centre de Logopédie in die deutsche Gebärdensprache übersetzt. Auf diese Weise können alle Kinder und Familien die Emotionen der Geschichte in vollem Umfang miterleben – unabhängig davon, wie sie kommunizieren.
Die Schauspielerin Eugénie Anselin wuchs in Deutschland und Luxemburg auf, bevor sie von 2011 bis 2016 an der Zürcher Hochschule der Künste Schauspiel studierte. Schon als Teenagerin trat sie in Kinofilmen und auf der Bühne auf, wobei sie sich unter anderem durch ihre sprachliche Vielseitigkeit auszeichnete.
In Luxemburg spielt sie unter anderem am Kasemattentheater sowie am städtischen Grand Théâtre. Im Jahr 2021 verkörperte sie die Hauptrolle in „La Plus Précieuse des marchandises“ am Pariser Théâtre du Rond-Point unter der Regie von Charles Tordjman.
Im Kino war sie unter anderem in „Eng nei Zäit“ von Christophe Wagner, „Die dunkle Seite des Mondes“, „Der Hauptmann“ sowie der Fantasy-Komödie „Dreamland“ zu sehen.
Wann:
1. August 2026 um 11:00 Uhr
Wo:
Place St. Ulric
Keine Reservierung erforderlich
„Mardis littéraires“ (Lesung und Gesprächsrunde)
Nadège Sanou: Accorder les sons
„Accorder les sons“ ist ein zutiefst persönlicher Roman, in dem die Autorin anhand einer von ihren eigenen Erfahrungen inspirierten Erzählung die Komplexität des Lebens mit einem mehrfach behinderten Kind beleuchtet. Die Geschichte folgt Leo, einem schwerstbehinderten Jungen, der von seinem Vater Damien allein aufgezogen wird, nachdem die Mutter die Familie verlassen hat. Als Salomé in ihr Leben tritt, wird sie Zeugin eines Alltags, der von Pflegeleistungen und Arztterminen, aber auch von Zweifeln und spontanen Zuneigungsbekundungen geprägt ist, die diese ungewöhnliche Familie zusammenhalten. Das Buch setzt sich mit der Rolle der Pflegenden, der Zerbrechlichkeit familiärer Bindungen und der stillen Kraft auseinander, die aus dem ständigen Gefordert-Sein erwächst. Ohne Pathos und mit großer Sensibilität verleiht Nadège Sanou all jenen eine Stimme, die man sonst nur selten hört – und beleuchtet die meist unsichtbare Realität von Familien, in denen Behinderung ein Thema ist.
Im Laufe des Abends liest die Schriftstellerin Auszüge aus ihrem Buch vor und gibt Einblicke in die Gedanken, die ihr beim Schreiben als Inspiration dienten. Im Anschluss an die Lesung findet eine Gesprächsrunde statt, um die Themen des Buches zu vertiefen und einen Dialog über die Herausforderungen der Inklusion zu eröffnen. Diese Veranstaltung, die Lesung und Diskussion miteinander verbindet, lädt das Publikum dazu ein, ein sensibles Werk zu entdecken, das unsere Beziehung zur Sprache, zum Anderssein und zu den vielfältigen Formen des menschlichen Ausdrucks hinterfragt.
Nadège Sanou wurde in Bobo-Dioulasso in Burkina Faso geboren. Sie lebt in Paris und ist im medizinisch-sozialen Bereich tätig. In ihrer beruflichen Laufbahn hat sie sich intensiv mit den Herausforderungen im Zusammenhang mit personeller Abhängigkeit, Schutzbedürftigkeit und der Betreuung von Menschen mit Behinderung auseinandergesetzt. Darüber hinaus hat Nadège Sanou auch ihren Stiefsohn betreut, der mit dem Down-Syndrom lebt – eine Erfahrung, die ihre Sicht auf Elternschaft und Solidarität nachhaltig geprägt hat.
Wann:
20. Oktober 2026 um 18:30 Uhr
Wo:
Lëtzebuerg City Bibliothèque; Auditorium Cité
Reservierung erforderlich: bibliotheque-events@vdl.lu