Geschichte
Das Verwaltungsgebäude „Rocade“, das vom Architekturbüro BFF im Auftrag der Stadt entworfen wurde, liegt strategisch günstig zwischen dem Bahnhofsviertel und Bonneweg. Es erstreckt sich über ein langes, schmales Grundstück entlang des Boulevard d'Avranches und prägt den städtischen Charakter dieser Gegend. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten sowie eines Eisenbahntunnels und einer Tiefgarage wurde eine Mischkonstruktion aus Stahl und Beton gewählt.
Die Fassaden wurden entsprechend ihrer Ausrichtung gestaltet. Zur Boulevardseite hin wurde das Gebäude mit einer verglasten Doppelfassade mit integriertem Sonnenschutz versehen, der für mehr Komfort in den Innenräumen sorgt und die Energieeffizienz verbessert. Die Innenhofseite fügt sich dank einer gemauerten Fassade mit Erkerfenstern aus Zink harmonisch in die Umgebung ein. Die südliche Fassade zeigt zu den Bahngleisen hin und wurde mit Photovoltaikmodulen versehen, die gleichzeitig als Sonnenschutz dienen.
Der Haupteingang an der Ecke der „Rocade“/Rue Bender befindet sich in einem zylindrischen Baukörper, der dem Gebäude sein markantes Aussehen verleiht. Von der Eingangshalle sind die im Erdgeschoss untergebrachten Dienststellen sowie die oberen Stockwerke direkt zu erreichen.
Das Projekt kurzgefasst
Die Stadt erweitert das Verwaltungsgebäude „Rocade“, um dem Bevölkerungszuwachs und den steigenden Anforderungen der Stadtverwaltung Rechnung zu tragen. Das Projekt umfasst die Sanierung der bestehenden technischen Anlagen sowie die Errichtung eines Erweiterungsbaus mit einer Fläche von 4700 m² auf einem ehemaligen Parkplatz.
Durch den Umbau des bestehenden Gebäudes und den neuen Anbau bietet das Verwaltungsgebäude künftig Platz für bis zu 390 Beschäftigte. Bei dem architektonisch an das Bestandsgebäude angelehnten Erweiterungsbau wechseln sich Ziegel und verglaste Elemente ab, was dazu beiträgt, dass sich das Gebäude harmonisch in das Stadtbild einfügt.
Neben einer Modernisierung des Empfangsbereichs und einer Verbesserung der Wegführung im Bestandsgebäude entstehen im Zuge der Bauarbeiten auch neue Arbeitsbereiche sowie Schulungs-, Ausstellungs und Begegnungsräume. Im obersten Stockwerk wird ein Mehrzweckraum mit Terrasse eingerichtet.
In den beiden Untergeschossen sind die technischen Anlagen sowie Lagerräume untergebracht. Die Nachhaltigkeit des Gebäudekomplexes, der nach Fertigstellung der Arbeiten Energieeffizienzklasse C und Wärmeschutzklasse A aufweisen wird, wird durch eine Photovoltaikanlage, begrünte Dächer und energieeffiziente Anlagen gewährleistet.