Die Grundschule, die sich neben der Kirche und dem Kulturzentrum im Herzen des Stadtviertels Zessingen befindet, prägt seit den 1950er Jahren das Stadtbild. Aufgrund des Bevölkerungszuwachses und des damit einhergehenden Anstiegs an Schulkindern wurde das bestehende Schulgebäude den aktuellen Anforderungen an eine Bildungseinrichtung nicht mehr vollumfänglich gerecht. Daher wurde im Hinblick auf die Erweiterung der Schule ein 1962 errichtetes Nebengebäude, in dem unter anderem eine Sporthalle, ein Musikzimmer sowie verschiedene Nebenräume untergebracht waren, abgerissen. Außerdem hat man das Projekt zum Anlass genommen, um das Bestandsgebäude strukturell und thermisch zu sanieren. Dabei wurde darauf geachtet, das architektonische Erscheinungsbild zu erhalten.
Das Projekt kurzgefasst
Im Rahmen des Projekts wurde die Grundschule Zessingen erweitert und modernisiert, damit sie künftig genügend Platz für die gestiegene Anzahl an Schulkindern bietet. Anstelle der ehemaligen Sporthalle und in Verlängerung des bestehenden Gebäudes wurde ein neuer Flügel errichtet, der sich harmonisch in das Wohnumfeld einfügt. Im Zuge der Arbeiten wurde darüber hinaus das bestehende Schulgebäude vollständig renoviert und thermisch saniert, damit es dem Anbau in Komfort und Qualität um nichts nachsteht.
Im Neubau sind neun zusätzliche Klassenzimmer sowie mehrere für schulische Aktivitäten vorgesehene Räume untergebracht, darunter eine Bibliothek und ein Mehrzweckraum. Die Verbindung zwischen dem alten und dem neuen Gebäudeteil bildet eine zentrale Treppe, über die die einzelnen Stockwerke gut erreichbar sind.
Auch die Außenanlagen der Schule wurden komplett neu gestaltet. Der Schulhof wurde nicht nur vergrößert, sondern auch in verschiedene Spiel- und Ruhezonen unterteilt, die durch begrünte Bereiche, eine Fahrradbox und einen überdachten Unterstand ergänzt werden. Ein besonderes Augenmerk wurde auf die Barrierefreiheit des Geländes sowie auf die Energieeffizienz des Komplexes gelegt. Zu diesem Zweck wurde das Gebäude mit einer besseren Dämmung versehen und mit einer Lüftung mit Wärmerückgewinnung sowie modernen technischen Anlagen ausgestattet.
Der vorläufige Entwurf wurde am 9. November 2015 vom Bürgermeister- und Schöffenkollegium gebilligt. Der endgültige Entwurf wurde am 17. Juni 2016 vom Gemeinderat gebilligt.
Die Bauarbeiten begannen im Februar 2017 und wurden im September 2020 abgeschlossen.