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Die Straßenbahn-Baustelle

FRAGE VON MARC ANGEL

Seit dem 10. Dezember fährt die Tram mit großem Erfolg durch die Avenue John F. Kennedy. Die Arbeiten zur Verlängerung der Tramstrecke bis zur Place de l'Etoile schreiten gut voran.

Laut einer am 26. Januar auf RTL-Radio ausgestrahlten Reportage soll es zwei technische Problemen geben: Das erste Problem soll damit in Zusammenhang stehen, dass die Tramstrecke über das Parkhaus Schuman hinwegführt. Das zweite soll den Anschluss der Gleise zu beiden Seiten der Roten Brücke betreffen – auf der Seite des Kirchberg-Plateaus sowie auf der Seite des Limpertsberg.

In derselben Reportage wurde außerdem berichtet, dass Untersuchungen für einen Gesamtbetrag von 300 000 Euro in Auftrag gegeben worden seien, um diese technischen Probleme zu beheben.

  • Wodurch werden diese technischen Probleme verursacht?
  • Welche zusätzlichen Maßnahmen müssen getroffen werden, um diese Probleme zu beheben?
  • Welche zusätzlichen Kosten werden der Stadt Luxemburg dadurch entstehen?
  • Wer wird die Kosten in Höhe von 300 000 € für diese Untersuchungen tragen?
  • Kommt es aufgrund dieser Probleme zu Verzögerungen bei der Planung und Ausführung der Arbeiten?

Sobald die Arbeiten zur Verlängerung der Tramstrecke bis zur Place de l'Etoile abgeschlossen sind, beginnen die Arbeiten in der Avenue Emile Reuter, am Boulevard Royal und in der Avenue de la Liberté.

  • Werden die Arbeiten an diesem Abschnitt, der die Place de l'Etoile mit dem Bahnhof verbinden soll, auf einmal oder in mehreren Phasen durchgeführt?
  • Falls die Bauarbeiten in mehreren Phasen durchgeführt werden sollen: Könnten Sie den Gemeinderat und die beratenden Kommissionen für Mobilität, Stadtentwicklung und wirtschaftliche Entwicklung über die verschiedenen Phasen, die Fristen und die Organisation des Verkehrs während der Arbeiten informieren?

Was die Avenue de la Liberté betrifft, so ist seit vielen Jahren bekannt, dass ein Großteil der unterirdischen Infrastruktureinrichtungen (Kanalisation und verschiedene Kabel) veraltet ist und dass umfassende Erneuerungsarbeiten vorgenommen werden müssen.

Frühere Schöffenräte hatten die weise Entscheidung getroffen, diese Arbeiten gleichzeitig mit den Arbeiten am Tramnetz durchzuführen, damit auf dieser für unsere Hauptstadt so wichtigen Verkehrsachse nicht zwei Mal Behinderungen entstehen.

  • Wann wird mit den unterirdischen Infrastrukturarbeiten sowie mit der Verlegung der Tramgleise entlang der Avenue de la Liberté begonnen und wie lange werden diese Arbeiten dauern?
  • Sind in beide Richtungen befahrbare Fahrradwege vorgesehen?
  • Stimmt es, dass die Bäume, welche diese Straße auf beiden Seiten säumen, gefällt werden müssen?
  • Wenn ja: Müssen die Bäume aufgrund der Verlegung der Tramgleise oder aufgrund der Infrastrukturarbeiten (Kanalisation und verschiedene Kabel) gefällt werden?
  • Wurden alle technischen Möglichkeiten geprüft, um das Fällen der Bäume zu vermeiden?
  • Wäre es möglich, die Bäume zu retten, indem sie vorübergehend umgepflanzt und nach Abschluss der Arbeiten wieder an ihren Standort zurückgebracht werden?
  • Welche anderen Partner sind neben den technischen Dienststellen der Stadt Luxemburg noch an den unterirdischen Infrastrukturarbeiten beteiligt?

ANTWORT VON LYDIE POLFER

Die Bürgermeisterin antwortet, dass das Datum der Pressekonferenz, die zu diesem Thema zusammen mit dem Ministerium für nachhaltige Entwicklung und Infrastruktur abgehalten wurde, bereits über einen Monat im Voraus bekannt war, und dass das Ziel der Pressekonferenz gerade darin bestand, die Öffentlichkeit über die Entwicklungen in diesem sehr komplexen Projekt zu informieren. Alle Informationen sollten Mitte Februar zur Verfügung stehen.

Was die Arbeiten an den unterirdischen Infrastrukturen (Netze) in der Avenue de la Liberté betrifft, so muss der Gemeinderat über einen entsprechenden Kostenvoranschlag abstimmen. Die Organisation und Koordination der Bauarbeiten in der Allée Scheffer, der Avenue Emile Reuter usw. übernimmt LUXTRAM mit seinen Planungsbüros.

Was die Teilstrecke Place de Metz – Place de Paris – Hauptbahnhof betrifft, so halten es die Dienststellen der Stadt Luxemburg für sinnvoll, abzuwarten, bis sämtliche Terminpläne vorliegen, und erst dann eine Entscheidung darüber zu treffen, wo genau die unterirdischen Infrastrukturen am besten verlegt werden sollen. Die Arbeiten am Wasser- und Kanalisationsnetz hat die Stadt Luxemburg auszuführen. Dem Gemeinderat wird diesbezüglich ein Kostenvoranschlag zur Abstimmung unterbreitet. Dies sollte im März geschehen, der Zeitplan wurde somit eingehalten.

Es war vorgesehen, den Gemeinderat in der Sitzung vom 26. März 2018 mit den Kostenvoranschlägen für die Arbeiten in der Avenue de la Liberté zu befassen. Die definitiven Pläne liegen uns jedoch noch nicht vor. In diesen Plänen wird ebenfalls festgehalten, wo die Bäume gepflanzt werden sollen. In enger Zusammenarbeit mit dem Ministerium für nachhaltige Entwicklung und Infrastruktur (MDDI) werden wir versuchen, eine optimale Lösung zu finden. Sobald die definitiven Pläne bei der Gemeindeverwaltung eingegangen sind, werden diese der technischen Kommission und der Kommission für Stadtentwicklung in einer gemeinsamen Sitzung vorgestellt. Die Bäume in der Avenue de la Liberté müssen wegen den Arbeiten an der Tramstrecke entfernt werden. Ohne Tram hätte die neue Kanalisation in der Mitte der Straße verlegt werden können. Sobald die Tram durch die Avenue de la Liberté fährt, werden dort pro Tag rund 2200 Busse weniger verkehren, was sich auch positiv auf den Gesundheitszustand der Bäume auswirken wird. Es wurde eine Studie durchgeführt, um zu prüfen, ob die vorhandenen Bäume während der Arbeiten nicht doch an Ort und Stelle verbleiben könnten. Die Studie ist allerdings zu dem Ergebnis gekommen, dass in diesem Fall die Überlebenschance für die Bäume ausgesprochen gering sein würde. Es gilt auch zu bedenken, dass die Bäume in der Avenue de la Liberté in den 1960er-Jahren gepflanzt wurden und das Ende ihrer Lebenserwartung unweigerlich bevorsteht. Die Avenue de la Liberté wird nach Abschluss der Arbeiten wieder als Allee gestaltet. Die UNESCO sowie der Schöffenrat der Stadt Luxemburg haben sich für eine Wiedereinpflanzung derselben Bäume, die eine Höhe von ungefähr acht Metern erreicht haben, ausgesprochen.

Im Zusammenhang mit der Baustelle im Bereich des Grand Théâtre ist es wichtig, Vibrationen an diesem Standort zu vermeiden. Dies stellt eine Herausforderung für LUXTRAM dar und erfordert Spezialmaßnahmen, doch die Problematik ist seit langem bekannt. Die Kosten für die Studie, die in diesem Zusammenhang durchgeführt wurde, trägt LUXTRAM. Die Studie hat gezeigt, dass eine Verstärkung der Betondecke des Parkhauses Place du Théâtre erforderlich ist und dass ein spezieller Belag zur Neutralisierung der Vibrationen angebracht werden muss. Im Zeitplan ist vorgesehen, dass die Tram ab Ende Juni 2018 bis zur Place de l'Etoile fahren soll, wo derzeit die erforderlichen Arbeiten durchgeführt werden. An dieser Stelle ist eine Umsteigehaltestelle zwischen Bus und Tram vorgesehen. Über die geplanten Arbeiten in der Avenue Emile Reuter haben Unterredungen mit der Verkehrsabteilung des Ministeriums für nachhaltige Entwicklung und Infrastruktur stattgefunden. In dieser Straße werden derzeit Endhaltestellen für RGTR-Busse eingerichtet, die zu gegebener Zeit dann verlegt werden müssen. Die Kommission für Mobilität wird darüber informiert werden.

Die Beleuchtung im Bereich von Fußgängerüberwegen

FRAGE VON TOM KRIEPS

Aufgrund einiger Unfälle, bei denen Fußgänger/innen und Autofahrer/innen beteiligt waren, ist das Thema der Beleuchtung von Fußgängerüberwegen derzeit wieder in den Fokus gerückt. Diese Unfälle haben sich an Fußgängerüberwegen zugetragen und die Polizei hat alle Fußgänger/innen dazu aufgerufen, Kleidung in Leuchtfarben zu tragen. Es hat sich herausgestellt, dass ein Großteil der Fußgängerüberwege unserer Stadt wenig oder schlecht beleuchtet ist. Es wurde behauptet, dass mehr LED-Straßenleuchten angebracht würden. Ich muss jedoch das Gegenteil feststellen, was mich dazu veranlasst, folgende Frage zu stellen:

  • Welche Maßnahmen sind vorgesehen, um die Fußgängerüberwege sicherer zu gestalten und besser zu beleuchten?

ANTWORT VON PATRICK GOLDSCHMIDT

Der Schöffe Patrick Goldschmidt antwortet, dass die Schöffin Simone Beissel bereits auf die Fragen des Gemeinderats geantwortet hat. Es gibt 1454 Fußgängerüberwege in der Stadt Luxemburg, von denen 450 mit Lichtsignalen ausgestattet sind. 200 Fußgängerüberwege im Stadtteil Kirchberg werden vom Fonds d’urbanisation et d’aménagement du Kirchberg (FUAK) verwaltet. Ungefähr 900 Fußgängerüberwege sind nicht mit einer speziellen Beleuchtung ausgestattet, aber bei 200 dieser Fußgängerüberwege wurde erst kürzlich eine zusätzliche Beleuchtung angebracht. Es gibt diesbezüglich keine Vorschriften.

Im Jahr 2014 wurde eine Arbeitsgruppe eingerichtet, in der Vertreter/innen des Service Voirie (Dienststelle Straßen), des Service Éclairage public (Dienststelle Öffentliche Beleuchtung) und des Service Circulation (Dienststelle Verkehr) gemeinsam nach einer Lösung suchen, wie die verbleibenden 700 Fußgängerüberwege sicherer gestaltet werden könnten. Die Fußgängerüberwege werden darüber hinaus bei den Infrastrukturarbeiten berücksichtigt. Gehen Beschwerden von örtlichen Zweckverbänden oder von Bürgern ein, begibt sich die zuständige Dienststelle vor Ort und nimmt sich gegebenenfalls den Problemen an. Ganz allgemein gilt, dass Fußgänger/innen beim Überqueren der Straße achtsam sein sollen, unabhängig davon, ob Verkehrsampeln vor Ort sind. Die Stadt Luxemburg ist bemüht, die Beleuchtung, sofern dies möglich ist, überall zu verbessern. Nach einem Jahr soll Bilanz gezogen werden.

Die Situation von Obdachlosen bei kalter Witterung

FRAGE VON TILLY METZ

Angesichts der Tatsache, dass:

  • derzeit extreme Kälte mit Temperaturen von unter -10/-15 °C herrscht
  • viele Obdachlose/Personen ohne festen Wohnsitz von psychischen Erkrankungen und/oder Orientierungslosigkeit betroffen sind
  • der als „Service Premier Appel“ bezeichnete „Samu social“ (sozialmedizinischer Notfalldienst) von Inter-Actions nur zwischen 17:00 und 22:00 Uhr betrieben wird
  • die „Wanteraktioun“ an ihre Grenzen gestoßen ist (siehe Frau Oxacelay auf Radio 100,7 heute Morgen um 8:00 Uhr, Sendung „Panorama“)
  • die Notschlafstellen (in Eich und in der Rue Michel Rodange) insgesamt nur über 20 Plätze verfügen und nur von 22:00 bis 7:00 Uhr geöffnet sind (und dass die beiden Sozialbistros bereits um 19:00 Uhr schließen)
  • die „Wanteraktioun“ in 31 Tagen zu Ende ist und dass das Wetter in Luxemburg auch im Frühling noch nass und kalt sein kann
  • „Stëmm vun der Strooss“ die Fortführung einer Aktion wie der „Wanteraktioun“ nach dem 31. März fordert (siehe Frau Oxacelay auf Radio 100,7 heute Morgen um 8:00 Uhr, Sendung „Panorama“)

möchte ich folgende Fragen stellen:

  • Sind bei anhaltend kalter Witterung zusätzliche Hilfsmaßnahmen für Obdachlose vorgesehen?
  • Erhalten Obdachlose genügend Unterstützung, um der Kälte zu trotzen (vor allem nachts) und werden sie gegebenenfalls rechtzeitig in Notunterkünfte gebracht?
  • Sollten im Stadtzentrum nicht weitere – gegebenenfalls nur vorübergehende und wieder abbaubare – Notunterkünfte eingerichtet werden, um die Obdachlosen vor dieser „sibirischen“ Kälte zu schützen?
  • Wäre es nicht sinnvoll, einen Ambulanzdienst einzurichten (wie er in anderen Städten besteht), der nach 22:00 Uhr durch die Stadt fährt, um Obdachlosen zu helfen?
  • Sollten wir die sogenannte „Wanteraktioun“ bei kalter Witterung nicht über den 31. März hinaus anbieten?

ANTWORT VON ISABEL WISELER

Die Schöffin Isabel Wiseler antwortet, dass in Luxemburg das zuständige Ministerium und zahlreiche Vereinigungen in diesem Bereich aktiv sind. Die „Wanteraktioun“ wurde eigens ins Leben gerufen, um den Obdachlosen in der kalten Winterzeit zu helfen. Es handelt sich um eine Soforthilfemaßnahme, bei der keine Ausweispapiere kontrolliert werden. Niemand musste aus Platzmangel abgewiesen werden. Die Einrichtung „Abrigado“ hat auch bekanntgegeben, über genügend Plätze zu verfügen und dass die Zusammenarbeit zwischen den betroffenen Diensten gut funktioniert. Obdachlose, die nachts trotz Kälte draußen bleiben wollen, werden mit Schlafsäcken und Decken versorgt. Die Polizisten und Streetworker sprechen Obdachlose an, die sie bei kalter Witterung abends auf der Straße antreffen, um sie davon zu überzeugen, eine der Notschlafstellen aufzusuchen. Die Obdachlosen können jedoch nicht gegen ihren Willen dorthin gebracht werden. Zwischen den Obdachlosen herrscht Solidarität. So haben wir beispielsweise erlebt, dass sich ein Obdachloser zur Einrichtung „Parachute“ begeben hat, um dort zu melden, dass er eine mitbetroffene Person eine Zeit lang nicht mehr gesehen habe. Die Polizei suchte nach dem Mann und brachte ihn angesichts seines Gesundheitszustand ins Krankenhaus. Die „Wanteraktioun“ wird bei Bedarf verlängert, falls die Witterungsbedingungen dies erfordern.

Die Bürgermeisterin unterstreicht, dass niemand die Nacht draußen verbringen muss. Personen, die dies trotzdem tun, werden eng überwacht. Von den 200 verfügbaren Betten waren am vergangenen Wochenende, als es besonders kalt war, 120 belegt. Demnach ist die Zahl der zur Verfügung stehenden Betten ausreichend. Anzumerken ist auch, dass die Tageseinrichtungen für Obdachlose auch von Personen aufgesucht werden, die zwar eine Unterkunft haben, aber in sozialer Isolation leben und dort den Kontakt zu anderen Menschen suchen.

Der Foyer scolaire in Zessingen

FRAGE VON SAM TANSON

Die Mitglieder des Gemeinderats wurden von einem Elternteil darauf hingewiesen, dass der Foyer scolaire (Schülerhort) in Zessingen für Kinder des Früherziehungsunterrichts nicht geeignet sei (laut diesem Elternteil trifft dasselbe auch für die Kinder des Vorschulunterrichts zu). Es stünden keine geeigneten Räumlichkeiten und Möbel zur Verfügung: Mangels eines getrennten Raums könnten die Kinder beispielsweise nicht einmal einen Mittagsschlaf halten oder sich ausruhen, was gerade in diesem Alter besonders wichtig ist. Außerdem seien die Tische und Stühle zu groß für das Alter der Kinder, sodass diese sich zum Einnehmen der Mahlzeiten auf die Stühle knien müssen.

In einer Stellungnahme vom selben Tag erklärte der Betriebsverantwortliche des Service Foyers scolaires (Dienststelle Schülerhorte), dass Probleme mit den Möbeln nur bei den Kindern aus den Früherziehungsklassen bestehen und wies darauf hin, dass die Betreuer/innen darauf achten, dass sämtliche erforderliche Sicherheitsmaßnahmen eingehalten werden. Geeignete Möbel befinden sich in den Räumlichkeiten des neuen Foyer scolaire in der Rue Verte, dessen Eröffnung für den 19. Februar dieses Jahres geplant war. Was das Nichtvorhandensein eines getrennten Ruhebereichs für die Kinder aus den Früherziehungsklassen angeht, weist der Verantwortliche darauf hin, dass es möglich wäre, den großen Raum mit einer Trennwand in zwei Bereiche zu trennen und auch eine separate Beleuchtung einzurichten.

In diesem Zusammenhang möchte ich folgende Fragen stellen:

  • Aus der E-Mail des genannten Verantwortlichen geht hervor, dass der Foyer scolaire für die Kinder aus den Früherziehungsklassen noch nicht in die Rue Verte verlegt wurde, da die endgültige Zustimmung der Gewerbeaufsicht (Inspection du Travail et des Mines, ITM) noch aussteht. Hat sich der Schöffenrat an die ITM gewandt, um eine schnellstmögliche Erteilung der Zulassung in die Wege zu leiten? Innerhalb von welcher Frist kann mit der Erteilung der Zulassung gerechnet werden?
  • Falls keine Frist festgelegt wurde: Warum können die für das Alter der Kinder geeigneten Möbel nicht in die einige hundert Meter entfernten Räumlichkeiten des derzeitigen Foyer scolaire transportiert werden, um das Wohlbefinden der Kinder zu gewährleisten?
  • Sollte sich der Schöffenrat nicht mit der ITM in Verbindung setzen, zumal bekannt ist, dass die Erteilung der Zulassung für viele Foyers scolaires noch aussteht? Die Verzögerungen gehen insbesondere zulasten der betroffenen Kinder, die entweder aufgrund von Platzmangel in keinem Foyer scolaire Aufnahme finden können oder denen nicht die bestmöglichen Betreuungsbedingungen zur Verfügung stehen. Im Fall des Foyer scolaire von Zessingen wurden die Eltern bereits im November darüber in Kenntnis gesetzt, dass „es bei den technischen Kontrollen zu Verzögerungen gekommen“ sei.
  • Die Eltern mussten auch feststellen, dass im Schulhof noch keine Spielgeräte für Kleinkinder zur Verfügung stehen. Wann wird dieses Problem behoben?

ANTWORT VON COLETTE MART

Schöffin Colette Mart antwortet, dass der neue Foyer scolaire für die Kinder des Zyklus 1, die in einem in Mobilbauweise errichteten Gebäude in der Rue Verte untergebracht sind, in der Tat am 19. Februar seine Türen öffnen sollte. Trotzdem haben alle Kinder – auch die Kinder aus den Früherziehungsklassen – im Foyer scolaire von Zessingen einen Platz bekommen. Bis zur Eröffnung der Einrichtung in der Rue Verte wurden die Kinder des Zyklus 1 auf zwei Standorte aufgeteilt: 45 Kinder wurden der abbaubaren Einrichtung in der Rue St. Joseph zugeteilt und einige Kinder des Zyklus 1 sowie 24 Kinder aus den Früherziehungsklassen sind im Hauptgebäude des Foyer scolaire von Zessingen untergebracht.

Die Möbel, die den Kindern in der neuen Einrichtung in der Rue Verte zur Verfügung stehen sollen, sind bereits vor Ort. Sie wurden nicht in die derzeit benutzte Einrichtung gebracht, obwohl das Datum für die Inbetriebnahme der neuen Einrichtung nicht bekannt ist, da davon ausgegangen wurde, dass die Eröffnung am 19. Februar erfolgen könne. Das Mobiliar, das den Kindern der Früherziehungsklassen zur Verfügung steht, stellt eine vorübergehende Lösung dar. Da die Höhe der vorhandenen Tische nicht der Altersklasse dieser Kinder entspricht, wurde auf höhenverstellbare Stühle zurückgegriffen, wobei darauf geachtet wird, dass die Kinder beim Sitzen mit den Füßen die Fußablage erreichen.

Der Raum lässt sich mittels einer mobilen Trennwand aufteilen und kann so in eine Spiel- und eine Ruhezone aufgeteilt werden. Die Helligkeit in dem als Ruheraum benutzten Bereich kann reduziert werden und die Kinder müssen sich zu einem bestimmten Zeitpunkt hinlegen, um sich auszuruhen. Da nicht alle Kinder schlafen, wird auch eine ruhige Aktivität angeboten. Es kann durchaus vorkommen, dass Kinder wach werden und aufstehen wollen, was dann zu Situationen wie der von einem Vater in seinem Brief beschriebenen Situation führen kann. Grundsätzlich stehen den Kindern aus den Früherziehungsklassen zwei Bereiche zur Verfügung: ein Spiel- und ein Ruhebereich. Einer der Bereiche ist mit Tischen ausgestattet, der andere Bereich kann zum Ausruhen oder Herumtollen benutzt werden.

Was die Verzögerungen bei der Eröffnung des Foyer scolaire in der Rue Verte angeht, so hat der Schöffenrat bereits Schritte unternommen, insbesondere während der Schulferien, um eine Eröffnung der Einrichtungen zu Beginn des neuen Schuljahrs zu ermöglichen.

Seit 2013 sind die Bedingungen für die Eröffnung von Foyers scolaires sehr streng – insbesondere sind mehrere Berichte zum Erhalt einer Betriebszulassung erforderlich. Das Ministerium für Bildung, Kinder und Jugend hat die Kompetenzen für die Bereiche Hygiene, Gesundheit und Sicherheit an das Ministerium für Gesundheit und die Gewerbeaufsicht (Inspection du Travail et des Mines, ITM) übertragen. Der ITM obliegt es, das Verfahren für klassifizierte Einrichtungen zu prüfen, das von privaten Planungsbüros im Auftrag der Stadt durchgeführt wird. Des Weiteren muss ein Abschlussbericht über die technischen Geräte und die Sicherheit des Gebäudes vorliegen. Dieser Bericht wird von Luxcontrol erstellt und muss von der Gewerbeaufsicht (ITM) bestätigt werden. Fakt ist, dass der Abschlussbericht derzeit nicht vorliegt, denn es fehlt noch der Bericht über den Blitzableiter. Dieser soll am 8. März vorliegen. Es ist demnach davon auszugehen, dass der Foyer scolaire irgendwann nach den Osterferien in Betrieb genommen werden kann. Auf ein genaues Datum möchte ich mich nicht festlegen.

Die Spielgeräte für den Schulhof sind bestellt und es liegt ein Gestaltungsplan vor. Die kleineren Kinder werden ab Herbst 2018 im Schulhof spielen können. Außerdem sollen die Tische und Stühle aus der Rue Verte bis zur Eröffnung des neuen Foyer scolaire in die bestehende Einrichtung gebracht werden. Ich war vor Ort und konnte mich davon überzeugen, dass die Situation im Foyer scolaire Zessingen gut ist. Für die Erzieher/innen war es nicht einfach, sich an die neue Situation anzupassen, die durch die Verzögerung der Inbetriebnahme des Foyer scolaire für die Kinder im Zyklus 1 entstanden ist. Trotzdem konnten alle Kinder aufgenommen werden. Die neue Einrichtung verfügt über moderne Räumlichkeiten. Die mit Kindern befasste Kommission (Commission de l'enfance) kann bei Bedarf eine Ortsbegehung der Foyers scolaires organisieren.

Ganz allgemein bleibt darauf hinzuweisen, dass es an verschiedenen Standorten, wie beispielsweise in der Rue Demy Schlechter und in Zessingen, zu Verzögerungen gekommen ist. Wir tätigen jedoch in allen Stadtvierteln hohe Investitionen, um der Nachfrage an Betreuungsplätzen in den Foyers scolaires gerecht zu werden. Mit der Eröffnung der neuen Einrichtung in der Nähe der Schule in der Rue Demy Schlechter und der Rue Verte werden erhebliche Fortschritte in dieser Angelegenheit erzielt.