Alfred Kowalsky (1879–1943)

Alfred Kowalsky wurde am 6. März 1879 in Pfaffenthal geboren. Er nahm bei Militärkapellmeister Gustav Kahnt Unterricht, bevor er sein Studium am Pariser Musikkonservatorium begann. Nach seiner Rückkehr nach Luxemburg übernahm er die Organistenstelle in der Pfaffenthaler Pfarrkirche (1916) und in der Redemptoristenkirche. Mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs zog er nach Berlin, wo er seine Ausbildung am Stern’schen Konservatorium fortsetzte. Als Schüler von Richard Strauß und Georg Schumann komponierte er die Oper Flammentod. In den Jahren 1919 und 1920 studierte er Musik und Indologie in Heidelberg. 1926 übernahm er schließlich die Leitung der drei Jahre zuvor eröffneten städtischen Musikschule in Esch/Alzette. Während der Besatzung wurde er gezwungen, seinen Direktorenposten aufzugeben. Alfred Kowalsky war Dirigent mehrerer Gesangvereine, darunter Orphéon, Harmonie und Sang a Klang, den er um einen Frauenchor erweiterte. Neben seiner Tätigkeit als Herausgeber der Musikzeitschrift d’Musek dirigierte er auch das Orchester des Geselleveräin. Ende 1940 zog er mit seiner Familie nach Metz, wo er am 14. Mai 1943 verstarb. Alfred Kowalskys Werk ist äußerst vielfältig: Neben Messen, Symphonien, Kammermusik und zahlreichen Variationen und Improvisationen anderer Musikstücke komponierte er auch mehrere Opern, darunter Griselinde, inspiriert vom gleichnamigen Schauspiel von Nikolaus Welter. Darüber hinaus vertonte er Lieder und Gedichte zahlreicher luxemburgischer Künstlerinnen und Künstler wie Céline Clemen, Lucien Koenig, Pe'ter Gérard, Nicolas Wampach, Batty Weber, Nikolaus Welter und Willy Goergen. Zusätzlich zu Tanzstücken wie De blanne Jang schrieb er 1908 auch Musik für die Limpertsberger Lokalzeitung. Daneben versuchte sich Alfred Kowalsky als Dichter. Zu seinen bekanntesten Werken zählen religiöse und patriotische Texte wie D’Sprangpressession und das Liebesdrama Vera (1932), das er als Musikdrama mit Ballet anlegte.

Das äußerst schlichte Grabmal besteht aus einem Rahmen aus poliertem Blaustein, der mit Kies befüllt ist. Darauf ist eine Gedenktafel zu Ehren von Alfred Kowalsky angebracht.

Val des Bons-Malades

Lage: 03/02/04

Konzession: VI 00.274