Antoine Koecher (1828–1894)

Antoine Koecher (1828–1894) wurde am 10. September 1828 in Troisvierges geboren. Im Jahr 1853 wurde er in Trier zum Priester geweiht und im selben Jahr zum Vikar der Pfarrei Grevenmacher ernannt. 1857 wurde er zum Vikar der Liebfrauenkirche berufen, bevor er 1861 die Stelle als Pfarrer in Pfaffenthal annahm. Anstatt eine Karriere als Dekan in Bettemburg anzustreben, zog er es vor, Pfarrer in Pfaffenthal zu bleiben. Er trat schließlich aus gesundheitlichen Gründen zurück, bevor er drei Tage später, am 4. Dezember 1894, verstarb. Im Jahr seiner Ernennung zum Pfarrer in Pfaffenthal gründete er dort den „St. Mathäus Bauverein“ mit dem Ziel, die Kirche zu vergrößern und ein neues Pfarrhaus zu errichten. Die neue St.-Mathäus-Kirche wurde 1872 geweiht, doch er setzte sein Werk mit der Anschaffung neuer Altäre und einer Orgel für die Kirche fort. Im Jahr 1881 initiierte Koecher die Gründung der Chorale Sainte-Cécile, wobei er Laurent Menager als Organisten für seine Gemeinde gewinnen konnte. Seine Predigten wurden hoch geschätzt. Darüber hinaus rief er ein Stipendium für den Erwerb von Büchern für benachteiligte Kinder ins Leben und unterstützte die Kranken und Armen seiner Gemeinde. Die Mitglieder des „St. Mathäus Bauvereins“ ließen sein Grab gegenüber dem Chor der Kapelle im Val des Bons-Malades errichten und mit der Grabinschrift „Wenn ich gelebt, wie ich gelehrt, / dann ist der Himmel mein, / Wenn Ihr gelebt, wie ich gelehrt, dann kommt auch ihr hinein“ versehen.

Das Grabmal ist aus belgischem Blaustein gefertigt. Auf der Stele ist eine Tafel aus Kalkstein mit den Symbolen der Eucharistie angebracht. Zu beiden Seiten der Darstellung des Kelchs und der Hostie ist ein gereimtes Epitaph eingraviert. Unterhalb des Kelches steht „hier ruht der how(ürdgiste) Herr Antonius Koecher“. Die Stele dient als Sockel für ein Kleeblattkreuz. Der Korpus und die Tafel „INRI“ sind aus Porzellan gefertigt. Das Grabmal wurde von Jean Théodore Mergen (1885–1942), Bildhauer in Luxemburg-Limpertsberg, entworfen und signiert.

Val des Bons-Malades

Lage: 05-03-04

Konzession: VI 13.225