Kurzgefasst

Im öffentlichen Raum auf dem Stadtgebiet gibt es über 22 000 Bäume, die von der Stadt gepflegt werden. Bäume haben nachweislich eine positive Wirkung auf Mensch und Umwelt. Daher hat sich die Stadt zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2030 zusätzlich 30 000 Bäume zu pflanzen. Zu diesem Zweck wurde ein Maßnahmenkatalog mit verschiedenen Projekten ausgearbeitet, die von den städtischen Dienststellen, Bürgerinnen und Bürgern sowie Privateinrichtungen umgesetzt werden sollen.

Eine Vielzahl an Projekten

Stadt Luxemburg

Hier ein Überblick über die wichtigsten Initiativen der Stadt:

  • Anlegung von „Tiny Forests“: In mehreren Stadtvierteln werden kleine, dicht bepflanzte städtische Wälder mit einheimischen Bäumen angelegt. Mit der Pflanzung von 555 Bäumen in der Rue Lucien Wercollier in Limpertsberg ist bereits ein erster „Tiny Forest“ entstanden.
  • Darüber hinaus sollen zusätzliche Bäume in bestehenden Parks und auf vorhandenen Grünflächen gepflanzt werden.
  • Außerdem werden neue Parks und Grünflächen angelegt.
  • Entlang von Straßen und Alleen werden zusätzliche Bäume gepflanzt, die nicht nur das Stadtbild verschönern, sondern auch ein wirksames Mittel gegen Hitzeinseln darstellen.
  • Zur Verbesserung der Verwaltung und Erleichterung der Überwachung sollen in staatlichem Eigentum stehende Bäume in das städtische Baumkataster aufgenommen werden. Dazu zählen insbesondere vom FUAK (Fonds d’urbanisation et d’aménagement du Plateau de Kirchberg) und von der Straßenbauverwaltung verwaltete Bäume.
  • Schulhöfe werden entmineralisiert und begrünt, insbesondere durch das Anpflanzen von Bäumen und anderen Pflanzen. Dadurch werden kühlere und angenehmere Bereiche für Kinder geschaffen.
  • Städtische Baumschule: Die in der Baumschule aufgezogenen Bäume zählen aktuell zwar noch nicht zur Gesamtanzahl der Bäume, sie werden aber bei der Pflanzung im Rahmen verschiedener Projekte künftig eine wichtige Rolle spielen.
  • Agroforstwirtschaft: Um den Ertrag zu steigern und die Umwelt zu schützen, werden in Zusammenarbeit mit den Landwirtinnen und Landwirten Baumreihen und Hecken in offener Landschaft gepflanzt.
  • Obstgärten: Neben der Anlegung neuer Obstgärten ist auch die Pflanzung zusätzlicher Bäume in bestehenden Obstgärten geplant. Dies trägt zum Erhalt lokaler Sorten bei und stärkt die Biodiversität.
  • Durch den Ankauf von zusätzlichem Land (12 ha) können neue bewaldete Flächen geschaffen und Umweltprojekte in größerem Maßstab umgesetzt werden.
  • Mit der Aktualisierung der Baumschutz-Charta werden die Vorschriften für den Erhalt des städtischen Baumbestands verschärft.
  • Beteiligung des städtischen Personals an Baumpflanzaktionen: Durch Baumpflanzaktionen während der Mittagspause oder außerhalb der Arbeitszeiten werden die Beschäftigten der Stadt dazu angeregt, sich an den gemeinsamen Bemühungen zur Beschleunigung des ökologischen Wandels zu beteiligen.

Bürger/innen der Stadt

Damit sich alle an den Maßnahmen zur Aufforstung im Stadtgebiet beteiligen können, sind auch verschiedene Aktionen für die Bürgerinnen und Bürger geplant.

  • Dazu zählen Pflanzaktionen mit Bürgerbeteiligung in den 24 Stadtvierteln, bei denen die Einwohner/innen direkt vor Ort aktiv an konkreten Projekten zur Stadtbegrünung mitwirken können.
  • Zur Erhöhung des Pflanzenbewuchses an verschiedenen Orten werden außerdem Bäume an Bürgerinnen und Bürger verteilt (beispielsweise im Rahmen der LUGA), die ihre Gärten mit Bäumen aufwerten möchten.
  • Projekt „Appartementsbësch“: Damit sich Einwohner/innen ohne eigenen Garten ebenfalls am Gemeinschaftsprojekt beteiligen und einen Baum pflanzen können, werden Grünflächen in der Nähe von Wohngebäuden identifiziert, auf denen kleine Wälder in Wohngegenden geschaffen werden können.
  • Durch die Pflanzung eines Baums für jedes Neugeborene auf dem Stadtgebiet wird die Geburt jedes Kindes symbolisch mit dem Wachstum eines Baumes in der Stadt verknüpft.
  • Bei regelmäßigen Workshops erfahren Interessierte mehr über bewährte Praktiken für Baumpflege und Baumschnitt und werden somit langfristig in das Projekt eingebunden.
  • Die LUGA (Luxembourg Urban Garden) beteiligt sich mit der geplanten Verteilung von 10 000 Bäumen im Rahmen dieser landesweiten Veranstaltung zur Sensibilisierung für den Umweltschutz an den Bemühungen der Stadt.
  • Initiative „Aktioun gielt Band“: Um der Verschwendung von Lebensmitteln entgegenzuwirken und die Beziehung der Bürgerinnen und Bürger zur Natur zu stärken, wird die Öffentlichkeit dazu ermutigt, ungepflücktes Obst in öffentlichen Obstgärten zu ernten und zu verwerten.

Zusammenarbeit mit Privatunternehmen

Zur Erreichung des gesetzten Ziels will die Stadt außerdem Partnerschaften mit Privateinrichtungen eingehen. Deshalb bietet sie interessierten Einrichtungen folgende Abmachung an: Die Einrichtungen verpflichten sich, Bäume an ihren Standorten zu pflanzen, an Pflanzaktionen der Stadt teilzunehmen oder in einer beratenden Funktion tätig zu werden.

Im Gegenzug stellt die Stadt den teilnehmenden Einrichtungen Bäume zur Verfügung und stellt sicher, dass die ausgewählten Arten den von der Stadt festgelegten ökologischen Kriterien entsprechen. Durch diese für beide Seiten vorteilhafte Partnerschaft wird der Privatsektor aktiv in den ökologischen Wandel eingebunden.

Weitere Informationen zu einer möglichen Teilnahme werden rechtzeitig bekanntgegeben.

Zähler

Neben einer Echtzeitanzeige der seit Juni 2023 gepflanzten Bäume liefert der Zähler detaillierte Informationen zu den gepflanzten Baumarten und der durch die Baumkronen beschatteten Fläche. Außerdem stehen topografische Karten bereit, auf denen der Fortschritt bei der Pflanzung im Zeitraffer dargestellt wird. Der Vollständigkeit halber wird darauf hingewiesen, dass die Sommermonate nicht für die Pflanzung von Bäumen geeignet sind. Es könnte also sein, dass der Zähler mehrere Monate lang unverändert bleibt.