Über den Musiker

Okes experimentelle und vielseitige Musik hat unzählige Dimensionen, ähnlich wie ein Prisma: Ein einziger Strahl genügt, um ein breites Farbspektrum zu erzeugen. Der in Lagos geborene und in Luxemburg aufgewachsene Künstler hat in den letzten Jahren ein einzigartiges Universum geschaffen, in dem unterschiedliche Genres zu einem sich ständig wandelnden Sound verschmelzen, der Yoruba-Soul, Gospel, Afrohouse und europäischen Pop miteinander verbindet. Er macht Musik, die der Freiheit eine Form gibt und ihr Flügel verleiht.

Werdegang

Seit seinem Debüt im Jahr 2017 widmet sich Oke der Entwicklung eines Werks, das sich mit Fragen der Identität, der Transformation und der emotionalen Aufrichtigkeit beschäftigt. Seine Projekte, insbesondere die 2026 veröffentlichte EP ALTER-EGO, präsentieren verschiedene Charaktere, die unterschiedliche Facetten seines Selbst darstellen. In seiner Arbeit erkundet Oke den Raum zwischen dem, was eine Person ist, und dem, was sie noch werden könnte. Seine Stücke thematisieren Aspekte wie Spiritualität, Männlichkeit, Verletzlichkeit und Selbstdarstellung mit seltener Offenheit.

Okes musikalische Laufbahn begann schon in Kindertagen in einem Kirchenchor, wo er das entdeckte, was er selbst als „die Macht der Verbindung“ beschreibt. Künstlerinnen und Künstler wie Diana Ross, Aretha Franklin, Brandy, Fela Kuti und Tiwa Savage nährten schon früh seine Vorstellungskraft. Nachdem er im Alter von acht Jahren nach Luxemburg kam, wurde die Musik für ihn auch zu einem Zufluchtsort vor Rassismus und Mobbing in der Schule. „Die Musik ist für mich sehr wichtig geworden“, erklärt Oke. „Sie hat etwas in mir freigesetzt; sie hat mir geholfen, Rassismus und Mobbing in der Schule durchzustehen und hat mir das Gefühl gegeben, mit anderen kommunizieren zu können.“

Oke hat keine akademische Ausbildung, tauchte jedoch als Jugendlicher in die luxemburgische DIY-Szene ein, die ihm zahlreiche Begegnungen und Auftritte ermöglichte. „Nach Luxemburg zu kommen, hat mir ein echtes Gefühl der Freiheit gegeben. Zu wissen, dass ich das Recht habe, zu singen, zu tun, was ich will, mich zu kleiden, wie ich will, und mich ohne Grenzen auszudrücken, war unendlich befreiend“, erzählt er. „Ich war als Kind in Nigeria glücklich, aber dieser Umzug hat etwas Wunderschönes in mir zum Vorschein gebracht.“

Dieses Gefühl der Freiheit steht im Mittelpunkt seines mit Spannung erwarteten Debütalbums „Adedeji“, das 2027 erscheinen soll. Das Album ist von der fluiden Zweisprachigkeit von Künstlern wie Bad Bunny sowie von Okes eigenem Werdegang inspiriert und präsentiert sich als intime Erkundung von Themen wie Identität, Liebe, Queerness und Transformation. Bei mehreren Stücken, die bei City Sounds vorgestellt werden, verschmelzen organische Perkussion, Gospeleinflüsse und Polyrhythmen zu einer intimen und zugleich weitgreifenden Atmosphäre. Der Titel, der auf Yoruba „Die Krone hat sich verdoppelt“ bedeutet, wirkt wie eine Bestätigung seines Selbstwertgefühls, seines Erbes und seiner spirituellen Verankerung.

Ein Einblick …

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