Am Donnerstag, den 26. Februar 2026, hat die Stadt Luxemburg in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Umwelt, Klima und Biodiversität, der Natur- und Forstverwaltung (ANF) und dem Luxembourg Institute of Science and Technology (LIST) im Rahmen des Forschungsprojekts „FORLUX – Santé, adaptation et résilience des forêts de la Ville de Luxembourg“ (Gesundheit, Anpassungsfähigkeit und Resilienz der städtischen Wälder) einen neuen Versuchswald gepflanzt. Die Schülerinnen und Schüler der Bëschspillschoul haben aktiv an dieser Pflanzung teilgenommen.

Im Eecherfeld im Stadtviertel Mühlenbach werden auf einer Fläche von einem Hektar etwa 3500 Bäume gepflanzt. Das Gelände ist in vier Parzellen unterteilt, die jeweils einer bestimmten Kombination von Baumarten gewidmet sind, um verschiedene Arten von Mischwäldern zu untersuchen und zu vergleichen:

  1. natürlicher Regenerationswald
  2. Mischwald aus Laubbäumen
  3. Mischwald aus Nadelbäumen
  4. Mischwald aus Laub- und Nadelbäumen

Die Auswahl der Baumarten erfolgte anhand der Empfehlungen des Handbuchs zur Ökologie der Baumarten der ANF, das Forstverwaltungen als Entscheidungshilfe zur Anpassung an den Klimawandel dient. Es wurden ausschließlich Arten ausgewählt, die eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Hitzewellen, hohen Temperaturen und Frost aufweisen.

Die Parzellen werden mit Sensoren ausgestattet, mit denen Daten zur Baumgesundheit und zur Luftqualität in Verbindung mit den Witterungsbedingungen sowie zur Menge des in den Boden eingedrungenen Wassers und des in den Bäumen und im Boden gespeicherten Kohlenstoffs erfasst werden können. Dieses System ermöglicht es, die Widerstandsfähigkeit und Entwicklung verschiedener Bewaldungstypen angesichts aktueller und zukünftiger klimatischer Herausforderungen unter realen Bedingungen zu beobachten und ihre potenzielle Rolle beim Schutz der Grundwasserqualität zu ermitteln.

Ziel des Projekts FORLUX ist es, die Bürger/innen zu sensibilisieren. Daher soll das Eecherfeld auch zu einem Ort der Entdeckung und Wissensvermittlung rund um Bäume und die Waldbewirtschaftung werden. Auf dem Gelände können pädagogische Führungen organisiert werden, um die Funktionsweise von Bäumen – Wachstum, Wurzelentwicklung, Physiologie der Blätter, Wechselwirkungen mit dem Boden – zu veranschaulichen und die gewonnenen Erkenntnisse an die Öffentlichkeit sowie die Schülerinnen und Schüler der Grundschulen weiterzugeben.

Wetterstation

Außerdem wird auf dem Gelände eine Referenzwetterstation außerhalb des Waldes eingerichtet. So können die für die Schätzung einer vollständigen Wasserbilanz für die Wälder der Stadt Luxemburg erforderlichen meteorologischen Messungen sowie qualitative Parameter in Bezug auf atmosphärische Ablagerungen, die eine wichtige Nährstoffquelle für Waldökosysteme darstellen, integriert werden.