Geschichte
Der Liebfrauenfriedhof in Luxemburg stammt aus dem Jahr 1691. Im Jahr 1784 wurde er zum einzigen Friedhof der Oberstadt und ging 1804 in den Besitz der Stadt Luxemburg über. Er wurde 1871 erweitert und erhielt 1884 sein berühmtes neugotisches Tor. Die 1974 umgebauten Eingänge wurden anschließend in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzt.
Das Projekt kurzgefasst
Im Jahr 2017 gab die Stadt Luxemburg eine Studie über den gusseisernen Zaun des Liebfrauenfriedhofs in Auftrag, der durch die Arbeiten im Zusammenhang mit der Tram stark beschädigt worden war. Da der Untergrund nach der Entfernung der Vegetation auf einer Länge von etwa 120 Metern freigelegt war, waren umfangreiche Maßnahmen erforderlich.
Anstatt den Zaun vollständig zu ersetzen, hat sich die Stadtverwaltung gemeinsam mit dem Historiker Robert L. Philippart, dem INPA und dem auf Gusseisen spezialisierten Unternehmen Massard für eine Restaurierung entschieden. Dank der historischen Recherchen, die mithilfe des Stadtarchivs und des CNA durchgeführt wurden, konnten Pläne aus dem Jahr 1892 und alte Fotografien ausfindig gemacht werden. Diese Unterlagen dienten dazu, bestimmte verschwundene Elemente, insbesondere die Tore, nachzubauen und den historischen Grundriss des Friedhofs wiederherzustellen.
Bei der Restaurierung konnten bis zu 75 % der bestehenden Elemente erhalten bleiben. Im Rahmen des Projekts wurden zudem der ursprüngliche Verlauf der benachbarten Kreuzung wiederhergestellt und drei Denkmäler aufgewertet: „Klëppelkrich“, das Denkmal für die Maquisards und das Denkmal an der Kapelle Notre-Dame.
Eckdaten
Der endgültige Entwurf wurde im August 2017 vom Gemeinderat gebilligt. Die Arbeiten begannen im April 2021 und wurden Ende 2023 abgeschlossen.
Einweihung: 24. Februar 2023