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Beschreibung

Charles Schmitz wurde am 9. Juli 1855 als Sohn eines immigrierten Bäckers in Luxemburg geboren. Die luxemburgische Staatsangehörigkeit erwarb er erst 1876. Der Schüler des Athénée de Luxembourg und spätere Student der Rechtswissenschaften hatte eine beachtliche Laufbahn in der luxemburgischen Justiz vor sich. Nach dem erfolgreichen Abschluss seines Studiums ließ sich Charles Schmitz zunächst an der Ecke Côte d’Eich/Rue du Fossé als selbstständiger Rechtsanwalt nieder.

1892 wurde er unter Paul Eyschen zum Regierungsattaché der Generaldirektion für Justiz ernannt. Als Vertrauensmann des Staatsministers Paul Eyschen, des Generaldirektors für Finanzen Mathias Mongenast und des Generaldirektors für innere Angelegenheiten Henri Kirpach stieg er schnell zum Leiter des Regierungsbüros auf. Seiner Ernennung zum Rat der Rechnungskammer 1893 folgten eine Beförderung zum Richter am Schwurgerichtshof sowie eine Berufung zum Insolvenzrichter 1894. 1895 nahm er eine Stelle als Richter am Bezirksgericht Luxemburg an.

Als gläubiger Katholik nahm er 1904 an der ersten bayerischen Volkswallfahrt teil, bei der etwa 500 Pilger/innen ins Heilige Land reisten. Die Schiffsreise wurde von Oberst Heinrich von Himmel-Agisburg für die breite Masse organisiert und zu einem erschwinglichen Tarif angeboten. Mit seiner Teilnahme an der Pilgerfahrt „Auf nach Jerusalem Deus lo vult“ verfolgte Charles Schmitz das Ziel, diese Art von Reisen in luxemburgischen Kreisen bekannt zu machen. Am Zielort angelangt wurde Charles Schmitz offiziell vom Patriarchen von Jerusalem empfangen, der ihn zum Ritter des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem schlug. Nach seiner Rückkehr nach Luxemburg wurde ihm als hochrangigen Beamten 1905 die Ehre eines Empfangs bei Erbgroßherzog Wilhelm IV zuteil.

Charles Schmit verstarb 1907 nach kurzer Krankheit in seiner Villa „Marie de Bourgogne“ im Stadtpark, die er seit 1887 bewohnt hatte. Das prestigeträchtige Gebäude war 1869 vom Ingenieur Antoine Hartmann auf dem ehemaligen Reduit des Fort Marie errichtet worden. 1940 wurde das Gebäude abgerissen. Der Trauerzug brach von der Villa zum Liebfrauenfriedhof auf. Der reichlich mit Blumen und Kränzen geschmückte Leichenwagen wurde von allen Richtern des Obersten Gerichtshofs und des Bezirksgerichts begleitet. Auch eine Delegation der Gendarmerie war zur Begräbnisfeier entsandt worden. Der Gottesdienst fand in der Kathedrale statt.    

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