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Beschreibung

Das Grab Auguste Kleins erinnert an die Geschichte eines hochgeschätzten Musikers. Auguste Klein wurde am 3. September 1866 in Diekirch geboren, sein Vater, Auguste Klein (1842–1919), war Kornettbläser und Leiter mehrerer Musikvereine. Klein junior machte 1882 als talentierter Violinist auf sich aufmerksam. Nach dem humanistischen Gymnasium ging er zum Studium nach Brüssel und schrieb sich anschließend am Konservatorium der Stadt Köln ein. Nach seiner Rückkehr nach Luxemburg gab er privat Musikunterricht. Am 7. Januar 1899 heiratete er Marie-Thérèse Demuth (1879–1944), die ihm einen Sohn schenkte (Albert, 1900–1902).Im selben Jahr nahm Auguste Klein den Posten des Leiters des Gesangsvereins Les enfants de Luxembourg an. Die von ihm dirigierten Konzerte des Orchestre d'amateurs du Casino bourgeois waren ein großer Erfolg. Im Jahr 1908 gründete er den Quatuor Auguste Klein. Er übernahm die Leitung des Blasorchesters Caecilia de Kayl, der Gesellschaft Concordia und des Männerchores Harmonie in der Hauptstadt, des Musikensembles Philharmonie, des städtischen Blasorchesters Düdelingen. Nach der Wiedereröffnung des Musikkonservatoriums der Stadt Luxemburg nahm Klein dort die Stelle des Geigen- und Bratschenlehrers an. Im Jahr 1921 wurde er zum interimistischen Direktor des Konservatoriums ernannt, danach zum stellvertretenden Direktor dieser Institution, was er bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1936 blieb. Er unterrichtete Violine an der pädagogischen Hochschule. Am großherzoglichen Hof unterrichtete er Prinzessin Hilda im Violinspiel. 1931 bis 1940 war er Leiter des Adolphe-Verbands für Gesang und Musik und nahm die Interessen von 105 angeschlossenen Musikensembles wahr. Er war an der Gründung der Revue musicale luxembourgeoise beteiligt. Mehrere Jahre lang saß er in zahlreichen Jurys für Gesangs- und Instrumentalwettbewerbe. Er komponierte Arrangements für die Dichter Willy Goergen, Siggy vu Lëtzebuerg, Leo Berchem.

Marie Demuth schied 1944 aus diesem Leben, ihr Gatte folgte ihr wenig später, am 23. Oktober 1945. Zum Zeitpunkt seiner Pensionierung 1935/36 vermachte das Ehepaar Klein-Demuth, das ohne direkten Erben geblieben war, sein gesamtes Vermögen der Stadt Luxemburg, und bedang sich dabei eine Leibrente für den letzten Überlebenden sowie die Pflege des Grabes aus. Zur Beerdigung im Friedhof sang die Union Chorale G.-D. aus Rollingergrund.

1927 wurde Auguste Klein zum Officier de l'Académie Française ernannt.

1932 wurde er als Offizier des Ordens Adolphs von Nassau ausgezeichnet und zum Ritter des Ordens der Eichenkrone ernannt.

Einige seiner Kompositionen: Tantum ergo für 4 Stimmen; die Kantaten: D’jongt Fréijoer geet duerch d’Land, Kléng ower réng, Mäi Ländchen, den Emigrant, Schlofliddchen; die Klavierstücke: Finky-Gavotte, Marguerite Gavotte, sein Orchesterwerk Gebet für V. und seine Märsche Grande marche triomphale und Salut au drapeau.

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