Programm
Von Mitte Juli bis Mitte September verwandelt sich die Place de France in einen Ort voller Begegnungen und Entdeckungen in einer entspannten Atmosphäre im Herzen des Stadtviertels.
Die vorübergehenden Einrichtungen, der Imbissstand „Beim Pluto“ und das Urban Piano können den ganzen Sommer über kostenlos genutzt werden.
Darüber hinaus werden von Donnerstag bis Sonntag kostenlose Aktivitäten angeboten: Workshops, Animationen, gesellige Momente und Aktivitäten für alle Altersgruppen.
Öffnungszeiten des Imbissstands „Beim Pluto“:
- Unter der Woche: 11:00–19:00 Uhr
- Am Wochenende: 10:00 bis 21:00 Uhr
Die Hauptthemen des Programms
- Begegnung und Austausch
- Kultur und Kulturerbe
- Natur und Artenvielfalt
- Kinder und Familien
- Sport und Wellness
Bei ungünstigen Wetterbedingungen können bestimmte Aktivitäten abgesagt, verschoben oder angepasst werden.
Juli
| Datum | Uhrzeit | Aktivität | Beschreibung | Veranstalter/in |
|---|---|---|---|---|
| Donnerstag, 16. Juli | 16:00–21:00 Uhr | Auftaktveranstaltung – Lange Tafel | Offizieller Start der Veranstaltung „Mäi Quartier, Meng Plaz“ und Begrüßung der Teilnehmenden an einer „Langen Tafel“ | Stadt Luxemburg |
| Freitag, 24. Juli | 15:00–16:30 Uhr | Workshop „Insekten entdecken“ | Entdecken Sie die faszinierende Welt der Insekten und ihre Rolle für die Artenvielfalt. | SIAS |
August
| Datum | Uhrzeit | Aktivität | Beschreibung | Veranstalter/in |
|---|---|---|---|---|
| Sonntag, 9. August | 14:30–15:30 Uhr | Ausstellung „Die Place de France und ihr Viertel“ | Entdeckung der Geschichte, der Vermächtnisses und der Literatur rund um die Place de France und ihre Umgebung im Rahmen einer Präsentation und eines Austauschs | SIL Merl-Belair |
| Freitag, 14. August | 14:00–15:00 Uhr | Workshop „Die Welt der Bienen“ | Interaktiver Workshop für Groß und Klein rund um Bienen, Imkerei, Honig und Artenvielfalt | Activités nature, Service Enseignement |
| Donnerstag, 27. August | 14:30–16:00 Uhr | „Tuffi on Tour“ – Lesungen für Kinder | Kinder können die Freude am Lesen durch spannende Geschichten und eine Auswahl an Büchern direkt in ihrem Viertel entdecken. | Lëtzebuerg City Bibliothèque |
Geschichte
An alle Einwohner/innen und Besucher/innen von Belair, Merl und Hollerich: Kennen Sie die Geschichte dieses Stadtviertels und dieses Platzes? Dieser Überblick soll Ihnen ein besseres Verständnis dieser Straßenkreuzung zwischen Hollerich, Merl und Belair vermitteln.
Mittelalterliche Ursprünge zu Zeiten der Festung
Merl und Hollerich sind seit dem Mittelalter als Dörfer belegt. Zu Zeiten der Festung Luxemburg befanden sich die Orte außerhalb der Festungsmauern und hatten regelmäßig mit den Folgen bewaffneter Auseinandersetzungen zu kämpfen. Ihre Geschichte ist von Truppenbewegungen, Plünderungen und Zerstörung geprägt. Das Ende des Ancien Régime und die Ankunft der französischen Revolutionstruppen im Jahr 1795 brachten Veränderungen mit sich: Merl und Hollerich wurden zu eigenständigen Gemeinden, bevor Merl 1823 schließlich in Hollerich eingemeindet wurde.
Bevor die heutige Place de France zu einem städtischen Knotenpunkt wurde, florierten dort verschiedene Wirtschaftsbetriebe. Bereits im Mittelalter wurde im Umfeld der Stadt Luxemburg nachweislich Kalk produziert, wobei insbesondere in der Umgebung von Merl Kalksteinbrüche und Kalköfen betrieben wurden. Die Ausübung dieser Tätigkeit am Standort der heutigen Place de France ist auch für das 18. und 19. Jahrhundert dokumentiert.
Auf der Anhöhe hinter der Place de France, in der Nähe der Kreuzung der heutigen Rue d’Oradour mit der Avenue Gaston Diderich, befand sich einst der Galgen der Stadt Luxemburg – zunächst als eine Konstruktion aus Holz, später aus Stein. Dieses Symbol der Macht und der Gerichtsbarkeit war sowohl von der Route de Longwy als auch von der Route d’Arlon sichtbar. Der Galgen war bis zur Einführung der Guillotine im Jahr 1793 in Verwendung. Doch noch heute ist der Ortsname „Galgenberg“ auf alten Karten verzeichnet. Er bezeichnet den erhöhten Abschnitt der heutigen Avenue Gaston Diderich.
Verstädterung von Hollerich, Merl und Belair
Im Gegensatz zu Merl, das seinen Dorfcharakter noch lange Zeit beibehielt, nahm Belair schon bald städtischere Züge an. Im 18. Jahrhundert war das Gebiet des heutigen Stadtviertels Belair, wo sich insbesondere der Jungblut-Hof und der Daubenfeld-Hof sowie die Kapelle Saint-Croix befanden, noch größtenteils ländlich geprägt. Mit dem Verschwinden dieser Bauernhöfe um 1790 und der 1867 beschlossenen Schleifung der Festung zeichneten sich eine erste vorsichtige Entwicklung und eine stärkere Besiedlung des Areals ab, das damals den Namen „Neumerl“ trug. Die Einwohnerzahl stieg von 87 im Jahr 1887 auf 243 im Jahr 1900 und auf 3200 im Jahr 1934. Ein echter Wandel hin zu einem städtischen Charakter wurde ab den 1920er- und stärker noch ab den 1930er-Jahren spürbar. Die Gestaltung des Stadtviertels und der Place de France, die diesen Namen seit 1937 trägt, erfolgte weitgehend nach den Grundsätzen des Stadtplaners Josef Stübben, dessen Pläne jahrzehntelang die Grundlage für die Anordnung von Straßen, Plätzen und Grünflächen bildeten.
Der Name „Belair“ wird erst im Jahr 1956 offiziell vom Schöffenrat angenommen. Er geht auf die ehemalige Rue Bel-Air zurück – eine zentrale Verkehrsachse des Viertels, die seit 1947 nach dem ehemaligen Bürgermeister Gaston Diderich benannt ist, der von 1921 bis 1940 und von 1944 bis 1946 im Amt war.
Hollerich wiederum durchlief nach der Schleifung der Festung eine bedeutende städtebauliche und industrielle Entwicklung. 1914 wurde die Gemeinde unter dem Namen „Hollerich-Bonneweg“ sogar kurzfristig zur Stadt erhoben, bevor sie 1920 in die Stadt Luxemburg eingegliedert wird.
Ihre Meinung zählt!
Diese temporäre Einrichtung wurde entwickelt, um Begegnungen, Entspannung und Geselligkeit im Herzen des Stadtviertels zu fördern. Wir möchten gerne mehr über Ihre Eindrücke erfahren:
- Hat Ihnen dieser Bereich gefallen?
- Fühlen Sie sich dort wohl?
- Was möchten Sie in Zukunft beibehalten, verbessern oder weiterentwickeln?
Ihre Anmerkungen, Ideen und Vorschläge helfen uns ganz wesentlich dabei, diese Einrichtung zu bewerten und gemeinsam die zukünftigen öffentlichen Räume der Stadt Luxemburg zu gestalten. Ihre Teilnahme ist wichtig! Nutzen Sie diesen Bereich, nehmen Sie an den Aktivitäten teil und teilen Sie uns Ihre Ideen mit. Ihr Feedback wird dazu beitragen, die öffentlichen Räume von morgen zu gestalten.