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Beschreibung

François-Charles Emmanuel Collin, Mitglied der verfassunggebenden Versammlung von 1848, wurde am 18. Juni 1790 in Hives in der Nähe von La Roche-en-Ardenne geboren. Collin war Sohn des Grundbesitzers und Landwirts Jean-François Collin und von Marie-Hélène Maboge. Er war im Katasteramt tätig, das 1795/96 in das ehemalige „Département des forêts“ (Abteilung Wälder) eingegliedert wurde. In seiner Funktion als Vermessungsingenieur erstellte Collin die ersten Katasterpläne im Großherzogtum für den Zeitraum 1717 bis 1830 – zunächst als Beamter „zweiter Klasse“, dann als Beamter „erster Klasse“.

Nach der Belgischen Revolution von 1830 trat er aus gesundheitlichen Gründen von seinem Amt zurück. Wenn er nicht als Folge seiner Feldvermessungen unter rheumatischen Beschwerden gelitten hätte, so hätte er in den Rang eines leitenden Vermessungsingenieurs aufsteigen können. Die revolutionäre Welle, die 1848 ganz Europa erfasste, machte sich auch in Luxemburg bemerkbar. Es drängte sich eine Reform auf, wobei die neuen bürgerlichen Freiheiten durch Verabschiedung einer weniger autoritären Verfassung gesetzlich festgelegt werden mussten. Im Rahmen der vorbereitenden Maßnahmen zur Ausgestaltung der neuen Verfassung des Großherzogtums Luxemburg von 1848 wurde Collin am 19. April in die verfassungsgebende Versammlung gewählt, die mit der Vorbereitung der neuen Verfassung betraut war und vom 25. April bis 28. Juli 1848 währte. Anschließend ging er in den Ruhestand und war bis zu seinem Lebensende als Grundbesitzer und Rentier tätig. Collin war mit Régine Gindorff verheiratet. Er verstarb am 3. März 1851.

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