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Beschreibung

Eugène Kurth wurde am 25. März 1868 in Düdelingen geboren. Er baute sich als Blumenmaler einen soliden Ruf auf. Sein Studium absolvierte er an der Akademie der Bildenden Künste in München. 1893 war er an der Gründung des Cercle Artistique luxembourgeois (Luxemburgischer Kunstverein, CAL) beteiligt und mehrere Jahre lang als Mitglied im Vorstand vertreten. Im darauffolgenden Jahr 1894 brachte er gemeinsam mit den Professoren Ed. Hastert und J. Jerolim die Stiftung für die École professionnelle luxembourgeoise (Luxemburgische Berufsschule) auf den Weg.

Zweck der Schule ist die Ausbildung von Maurern, Schreinern, Maschinenbauern sowie Dekorationsmalern. 1898 wurde er als Professor an die 1896 gegründete staatliche Handwerkerschule berufen und behielt diese Funktion bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1930 inne. Im Jahr 1894 nahm Eugène Kurth im Rahmen der in Luxemburg veranstalteten Exposition du Travail erstmals an einer öffentlichen Ausstellung teil. Als „Dekorationsmaler“ stellte er seine Werke bei verschiedenen Ausstellungen und Tombolas des Cercle Artistique aus, zunächst 1896 und danach in den Jahren 1906, 1908, 1910, 1911, 1912, 1913, 1914, 1922 und 1933. Mit dem Kunstmaler Dominique Lang bildete er die Jury des Salon Artistique 1919. Er beteiligte sich nicht unmittelbar an der luxemburgischen Sezessionsbewegung und zog sich allmählich aus den Aktivitäten des Cercle Artistique zurück.

1942 nahm er an der Ausstellung für Handwerk und Kunst im Goethe-Institut Luxemburg teil. Besonders seine Blumengemälde fanden stets großen Anklang. „Die Aquarelle von Eugène Kurth sind wirklich gut und die Zeichnungen sind sehr sorgfältig angefertigt. Am besten gefielen uns die Gemälde Roses thé und Pivoines", ist im Journal l’Indépendance vom 10. August 1906 zu lesen. 1912 stellte der Maler seine Werke im Salon des Kunstvereins in München aus, 1916 im Salon „Coupe de Guerre“ in Arlon. Eugène Kurth war ab 1913 Mitglied des Komitees des Cercle Grand-Ducal d'Escrime et de Gymnastique de Luxembourg (Großherzoglicher Fecht- und Gymnastikzirkel Luxemburg), 1914 wurde er in das Organisationskomitee des Grand Concours international de gymnastique de tir et de sports athlétiques (Internationaler Wettbewerb für Schießsportgymnastik und Leichtathletik) gewählt. Er gestaltete das Plakat für diese Großveranstaltung. Unter seinen sportlichen Erfolgen ist der erste Preis beim Schießwettbewerb mit Flobert-Waffen erwähnenswert, mit dem er 1913 ausgezeichnet wurde.

Ein Jahr später übernahm er das Amt des Präsidenten der Commission de tir (Schießkommission). 1925 wurde er vom Cercle Artistique luxembourgeois für seine Gemälde mit dem Prix Grand-Duc Adolphe ausgezeichnet. 1934 war Eugène Kurth Jurymitglied beim Plakatwettbewerb zur Förderung des Tourismus in der Stadt Luxemburg. Mehrere seiner Werke befinden sich im Besitz des Nationalmuseums für Geschichte und Kunst. Der Maler, der in der Avenue de la Porte-Neuve wohnte, verstarb am 9. Juni 1960.

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