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Beschreibung

Jean-Edouard Wolff wurde am 1. April 1851 in Luxemburg als Sohn von Jean-Baptiste Wolff und Delphine Deitz (1830–1853) geboren. Das Grab wurde ursprünglich für seine Mutter angelegt. Sein Vater brachte mit dem Grabmal, das auf dem Grabstein die Inschrift „Ici repose un ange“ (Hier ruht ein Engel) trägt, seinen ganzen Schmerz über den Verlust seiner Frau zum Ausdruck, die im Alter von nur 23 Jahren verstarb. Jean-Baptiste Wolff war Gerber und Landbesitzer und wohnte in der Nähe der Porte Neuve. Er lebte auch vom Verkauf großer forstwirtschaftlicher Flächen. Als Jugendlicher gewann er 1846 den ersten Preis für Notenlehre. Die Hochzeit mit Delphine Deitz erfolgte 1849. Aus der Verbindung mit seiner Frau gingen Edouard und sein Bruder Victor Wolff hervor. Jean-Baptiste Edouard Wolff stellte sich 1872 im Kanton Luxemburg zur Wahl.

Sein Sohn Edouard studierte Rechtswissenschaften an den Universitäten von Dijon, Paris, Bonn und Heidelberg und erhielt im Alter von 22 Jahren seinen zweiten Doktortitel. Am 17. November 1876 legte er sein Rechtsanwaltsexamen ab und trat als Referendar in die Kanzlei von Charles München ein. Später hatte er eine eigene Kanzlei in der Rue des BainsAm 13. Dezember 1882 wurde er zum Stellvertreter in Diekirch ernannt, dann zum Stellvertreter in Luxemburg. Am 18. Juli 1883 wurde er am Luxemburger Gericht zum Richter ernannt, am 15. Oktober 1884 zum Untersuchungsrichter sowie und am 26. Juni 1890 zum Konkursrichter am Bezirksgericht in Luxemburg. Er verließ die Justizverwaltung und bekleidete ab dem 2. November 1893 vorübergehend das Amt des Bezirkskommissars. Am 8. September 1896 wurde Wolff zum Gerichtsrat am Obersten Gerichtshof ernannt, ein Amt, das er bis zum Eintritt in den Ruhestand am 1. Februar 1914 bekleidete. Vom 9 Mai 1913 bis zum 4. November 1914 war er stellvertretendes Mitglied des Militärgerichts. Edouard Wolff war mit Marie Majerus (1858–1919) verheiratet, einer Tochter des in Luxemburg-Stadt niedergelassenen Notars Léon Majerus.

Wolff war ein passionierter Jäger, der viele Erfolge vorweisen konnte. Am 24. April 1893 schoss er im Olinger Wald bei Roodt den letzten Wolf in Luxemburg. Damals galt dies als Heldentat und so wurde er am 28. Februar 1937 durch den luxemburger Jagdverein Saint-Hubert Club du Grand-Duché de Luxembourg gewürdigt, der an dieser Stelle an einer Eiche eine gusseiserne Platte zur Erinnerung anbringen ließ. Auf der Jagdausstellung 1937 in Berlin nahm Wolff in der Luxemburger Sektion teil und erhielt für seine Rehbockgeweihe den zweiten Preis. Von seinem verstorbenen Großvater mütterlicherseits, Mathias Deitz, hatte er Schloss Burglinster geerbt. Als Edouard Wolff am 4. Juni 1938 starb, wurde er in der Eingangshalle des Schlosses inmitten seiner Trophäen aufgebahrt. Seine Beerdigung sollte im engsten Kreise stattfinden, ohne Blumen oder Kränze, und ohne besondere Inschrift auf dem Grab. Daher wurde seine Todesanzeige erst nach seiner Beerdigung veröffentlicht. Seit seiner Pensionierung trug Edouard Wolff den Titel Conseiller honoraireAußerdem war er Offizier des Ordens der Eichenkrone.

Victor Wolff (1853–1905), der Bruder Edouards, ein Ingenieur und Handelsunternehmer, starb ohne Erben in Brüssel. Er vermachte dem Zivilhospiz der Stadt Luxemburg die Summe von 210 000 Francs (Wert 1905) und bestimmte, dass die Zinsen bzw. Erträge aus Investitionen auch zum Kauf von Gemälden und Skulpturen verwendet werden sollten, die auf diese Weise in den Besitz der Stadt Luxemburg übergingen. Victor Wolff wurde in das Goldene Buch der Stadt und in die Liste der Wohltäter eingetragen.

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