Das Baustellen-Mediationsteam

Um auf die Bedürfnisse der Bevölkerung, Gewerbetreibenden und Betreiber/innen von Restaurants Rücksicht zu nehmen, hat die Stadt ein zweiköpfiges Baustellen-Mediationsteam angestellt. Dieses hat die Aufgabe, eine Verbindung zwischen der Bevölkerung und den für die Baustellen verantwortlichen Teams zu schaffen. Wenn Privatpersonen oder Gewerbetreibende durch eine der städtischen Baustellen mit einem Problem konfrontiert sind, kontaktiert das Mediationsteam seine Ansprechpersonen in den verschiedenen Dienststellen der Verwaltung, um Informationen zu sammeln und Lösungen zu erarbeiten.

Das Baustellen-Mediationsteam nimmt gerne Vorschläge entgegen, wie mit einer Baustelle verbundene Problemsituationen verbessert werden können. Am Schalter in der Rue Notre-Dame sind die Ansprechpersonen direkt erreichbar, was den Informationsfluss zwischen der Bevölkerung und der Stadt stärkt. Es übermittelt Beschwerden an die Zuständigen der jeweiligen Baustelle und informiert die Öffentlichkeit über die Entwicklung der Baustellen sowie die sich daraus ergebenden Veränderungen, insbesondere für den privaten und öffentlichen Verkehr.

Die Präsenz des Baustellen-Mediationsteams im städtischen Raum ist auch Ausdruck des Willens der Stadt, die Kommunikation über die Baustellen transparent zu gestalten und den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern zu suchen.

Reduzierung der Belästigung und Förderung der Akzeptanz von Baustellen

Eine Baustelle kann für Anwohner/innen und Autofahrer/innen zu einer großen Belastung werden …

Damit der Alltag von Anwohner/innen und Gewerbetreibenden durch die Baustelle möglichst wenig beeinträchtigt wird, nimmt das Baustellen-Mediationsteam regelmäßig an Baustellenbesprechungen teil. Ziel ist es, bei den Bauunternehmen ein Bewusstsein für die verschiedenen durch eine Baustelle verursachten Störungen zu schaffen und Beschwerden weiterzuleiten.

Um die Auswirkungen von Bauarbeiten zu minimieren, arbeitet der Service Coordination des chantiers (SERCO) (Dienststelle Baustellenkoordination) eng mit verschiedenen internen Abteilungen zusammen, insbesondere mit dem Service Circulation (Dienststelle Verkehr), mit dem sie darüber hinaus die Bauphasen sowie die Verkehrsführung plant. Ziel ist es, Störungen des lokalen Verkehrs zu begrenzen und den Zugang für den Fußverkehr und Lieferdienste so weit wie möglich zu gewährleisten. Es kann jedoch vorkommen, dass Arbeiten vor einer Garageneinfahrt oder auf dem Bürgersteig erforderlich sind; in diesem Fall wird eine geeignete Umleitung eingerichtet. Bei der Sperrung von Garagenzufahrten werden die betroffenen Personen frühzeitig informiert. Der Zugang zu Privatgrundstücken für Fußgänger/innen wird dabei stets gewährleistet, gegebenenfalls durch die Einrichtung einer provisorischen Überführung.

Haben Sie Fragen?

Zur Beantwortung Ihrer Beschwerden und Fragen steht Ihnen unser Baustellen-Mediationsteam unter folgender Adresse zur Verfügung:

FAQ

Warum gibt es so viele Baustellen gleichzeitig in ein und demselben Viertel und warum sind sie unbedingt notwendig?

Da die öffentlichen Versorgungsnetze eines Viertels in der Regel zeitgleich verlegt werden und zudem eine begrenzte Lebensdauer haben, kommt es häufig vor, dass sie gleichzeitig sanierungsbedürftig werden.

Baustellen in der Stadt sind aus mehreren Gründen unerlässlich:

  • Sanierung von veralteten Netzen und Leitungen.
  • Optimierung von Leitungen und Netzen.
  • Durchführung von Instandhaltungs- und Ausbauarbeiten gemäß neuer Vorschriften und Technologien.
  • Erhöhung der Sicherheit und des Komforts der Bürger/innen.
  • Noteinsätze im Falle von Pannen oder Lecks.
  • Instandhaltung der Straßen, einschließlich Pflaster und Plattenbeläge.
  • Ausführung oder Erneuerung von Hausanschlüssen.
  • Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität der Anwohner/innen.

Wie geht die Stadt bei der Organisation und Koordinierung der Bauvorhaben vor, damit eine effiziente Kommunikation mit der Bevölkerung gewährleistet ist?

Soweit möglich, versucht die Stadt, mehrere Baustellen verschiedener Beteiligter zu einer einzigen, sogenannten „koordinierten Baustelle“ zusammenzufassen, um die Dauer der Arbeiten, die Kosten sowie andere Einschränkungen zu begrenzen. Für mittelgroße und große Baustellen erstellt die Stadt in Absprache mit der Bauherrschaft einen Phasenplan, damit die Zugänglichkeit weiter gewährleistet ist und der Verkehrsfluss möglichst wenig beeinträchtigt wird.

Darüber hinaus organisiert die Stadt Informationsveranstaltungen und hat ein Referat für „Baustellen-Mediation“ eingerichtet, das den Informationsfluss zwischen der Bevölkerung und der Stadt stärkt, Vorschläge entgegennimmt, Beschwerden an die Zuständigen der jeweiligen Baustelle übermittelt und die Öffentlichkeit über die Entwicklung der Baustellen sowie die sich daraus ergebenden Veränderungen informiert, insbesondere in Bezug auf Fristen, Verkehr und öffentliche Verkehrsmittel.

Mit welchen Herausforderungen geht eine Baustelle in der Stadt einher und durch welche Faktoren kann der theoretisch vorgesehene Ablauf beeinträchtigt werden?

Die Verwaltung einer Baustelle in der Stadt kommt der herausfordernden Arbeit eines Dirigenten gleich: Trotz der beengten Raumverhältnisse muss die zuständige Person dafür sorgen, dass öffentliche Dienste durchgängig verfügbar sind und die Sicherheit der Anwohner/innen gewährleistet ist.

Die größten Herausforderungen treten in vier Bereichen auf:

1. Herausforderungen in Zusammenhang mit dem Ort:

  • Hohes Aufkommen von Verkehrsteilnehmenden: Fußgänger/innen, Radfahrer/innen, öffentliche Verkehrsmittel, Autofahrer/innen.
  • Erhöhte Sicherheitsanforderungen: Nähe zur Bevölkerung, Absturzgefahr, Gefahr von Zusammenstößen, Baumaschinen.
  • Aufrechterhaltung des Zugangs zu Privatgebäuden, Geschäften, für Notdienste usw.
  • Beengter Raum: Enge Straßen, mangelnde Lagerflächen, schwer zugängliche Orte.

2. Koordinierung mehrerer Arbeiten gleichzeitig und Berücksichtigung bestehender Netze:

  • Mehrere Netzbetreiber und Dichte vorhandener Netze: Kanalisation, Fernwärme, Wasserversorgung, Gas- und Stromversorgung, Telekommunikationsleitungen, öffentliche Beleuchtung usw.
  • Sorgfältige Planung, um eine kontinuierliche Versorgung zu gewährleisten, Überschneidungen bei der Verlegung zu vermeiden und dafür zu sorgen, dass die Betreiber verschiedener Netze gleichzeitig tätig werden können.
  • Risiko der Freilegung nicht verzeichneter Bauten und Netze.

3. Organisation und Ablaufplanung:

  • Abfolge bei der Verlegung der verschiedenen Netze und Leitungen (von unten nach oben und vom starrsten zum biegsamsten Material): Kanalisation → Fernwärme-, Wasser-, Gasleitungen → Strom- und Telekommunikationsnetz → Instandsetzung/Sanierung der Fahrbahn.
  • Reduzierung der Stillstandszeiten zwischen den verschiedenen Beteiligten (gleichzeitige oder aufeinanderfolgende Ausführung der Arbeiten durch die Netzbetreiber CREOS, POST, den <em>Service Eaux</em> (Dienststelle Wasserversorgung) usw.).
  • Manchmal sind für einen reibungslosen Ablauf auch Arbeiten an Wochenenden oder in der Nacht notwendig.

4. Logistische Herausforderungen aufgrund des begrenzten Platzes:

  • Just-in-time-Belieferung, um Materialstaus zu vermeiden und die Lagerflächen möglichst klein zu halten.
  • Optimale Positionierung der für die Baustelle benötigten Einrichtungen und Lagerflächen, um die Auswirkungen auf die Anrainer/innen zu verringern.

Der theoretische Ablauf einer Baustelle kann durch verschiedene Faktoren beeinflusst werden, darunter:

  • Unvorhergesehenes – Arbeiten, die nicht vorhersehbar und daher nicht planbar sind
  • Schlechtwetter
  • Nationale Veranstaltungen
  • Notsituationen

Warum werden manche Gräben/Baugruben wieder ausgehoben, nachdem sie zugeschüttet wurden?

Hier einige Gründe, warum manche Baugruben nach dem Verfüllen erneut geöffnet werden:

  • Etappenweise Durchführung der Arbeiten im Zuge des Ablaufs der Baustelle, um den Zugang für PEM, Fußgänger/innen, sanfte Mobilität und Rettungsdienste aufrechtzuerhalten und gleichzeitig Komfort und Sicherheit der Anwohner/innen zu gewährleisten.
  • Verlegung provisorischer Leitungen, die später durch neue Leitungen ersetzt werden müssen.
  • Verlegung von Leerrohren zum späteren Einziehen von Elektrokabeln.
  • Ausführung der Hausanschlüsse nach der Verlegung der Hauptleitungen.
  • Provisorische Instandsetzung der Fahrbahn aufgrund von Veranstaltungen wie den Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag, der Braderie oder Sportveranstaltungen.

Wie lange werden die Arbeiten dauern und warum gibt es Zeiten, in denen keine Arbeiten erfolgen?

Bei jedem Bauvorhaben wird ein theoretisches Datum für die Fertigstellung der Arbeiten berechnet. Dabei werden die vertragliche Dauer (in Arbeitstagen) sowie die der Kollektivurlaub (<em>congés collectifs</em>) berücksichtigt. Durch Schlechtwetterperioden und Unvorhergesehenes können sich die ursprünglich berechneten Fristen jedoch verlängern. Der Samstag gilt im Allgemeinen als Werktag und gemäß den gesetzlichen Vorschriften sind Bauarbeiten im städtischen Raum zwischen 7:00 und 22:00 Uhr zulässig.

Hier einige Gründe, warum es bei einer Baustelle zu Stillstandszeiten kommen kann:

  • Durchführung der erforderlichen Druckprüfungen und bakteriologischen Tests bei Arbeiten an den Wasserleitungen.
  • Durchführung der erforderlichen Druckprüfungen bei Arbeiten an den Gasleitungen.
  • Benötigte Wartezeit, um die Qualität der ausgeführten Arbeiten nicht zu beeinträchtigen (z. B. Trocknungs- oder Aushärtungszeit).
  • Aus Sicherheitsgründen, bei Gefahren oder Schlechtwetter.
  • Wartezeit bis zur Wiederaufnahme der Arbeiten durch den nächsten Netzbetreiber.
  • Kollektivurlaub in der Baubranche (Sommer und Winter).

Umzug während der Bauarbeiten – was tun?

Diese Information muss der Baustellenkoordination umgehend mitgeteilt werden. Je früher sie diese erhält, umso besser kann die Baustelle entsprechend organisiert werden. Sämtliche Kontaktangaben für die einzelnen Baustellen finden Sie unter der Rubrik „Laufende Bauvorhaben“.

Kann ich jederzeit in meine Wohnung?

Die Stadt Luxemburg bemüht sich so gut wie möglich, den Alltag der Anwohner/innen zu erleichtern. Wenn die durchzuführenden Arbeiten dies erfordern, kann es jedoch vorkommen, dass es vorübergehend nicht möglich ist, ein Grundstück mit dem Auto zu erreichen. Die betroffenen Personen werden frühzeitig hierüber informiert. Der Zugang für den Fußverkehr wird jedoch jederzeit gewährleistet.

Kann ich einen anderen Parkausweis beantragen?

Es existieren keine speziellen Parkausweise für Baustellen. Die Verkehrsregeln müssen stets eingehalten und respektiert werden. Bei Baustellen gelten diesbezüglich keine Ausnahmen.

Wie wird mein Abfall entsorgt, wenn die Straße nicht mehr passierbar ist?

Der <em>Service Hygiène</em> (Dienststelle Hygiene) kümmert sich während der gesamten Dauer der Arbeiten um die Abfallentsorgung. Falls die Straße für Fahrzeuge nicht mehr passierbar ist, ist das Bauunternehmen für die Abfallentsorgung verantwortlich. In der Regel bringt das Unternehmen die Abfallbehälter an einen Standort, der für die Lastwagen des <em>Service Hygiène</em> erreichbar ist. Die Eigentümer/innen sind allerdings dafür verantwortlich, die Abfallbehälter rechtzeitig auf die Straße zu stellen, damit die Abfallentsorgung gewährleistet werden kann.

Was kann ich tun, wenn ich nach den Bauarbeiten Schäden an meinem Grundstück feststelle?

Sämtliche festgestellten Schäden während der Bauarbeiten müssen dem Bürgermeister- und Schöffenkollegium schriftlich mitgeteilt werden. Im Allgemeinen erfolgt vor Beginn der Bauarbeiten eine Bestandsaufnahme. Nach Abschluss der Bauarbeiten wird erneut eine Bestandsaufnahme durchgeführt. Außer in Notfällen sind vor Ende der Bauarbeiten keine Interventionen vorgesehen.

Sie haben keine Antwort auf Ihre Frage gefunden?

Dann können Sie sich gerne direkt an das Baustellen-Mediationsteam wenden, das Sie bei der Suche nach einer Lösung unterstützen kann.