Stefania Becheanu: Gewinnerin der 4. Ausgabe des QuattroPole-Musikpreises
Am Mittwoch, den 8. April ging vor mehr als 150 Zuschauerinnen und Zuschauern die 4. Ausgabe des QuattroPole-Musikpreises über die Bühne. Die Abschlussveranstaltung im Arsenal Jean-Marie Rausch in Metz stand ganz im Zeichen der innovativen Musik. An diesem Abend präsentierten die vier, von einer grenzüberschreitenden Jury ausgewählten Finalistinnen und Finalisten dem Publikum ihre Performances. Stefania Becheanu konnte die Jury mit ihrer Darbietung überzeugen und wurde für ihren Sieg mit dem mit 10 000 € dotierten Preis des Städtenetzes QuattroPole ausgezeichnet.
Ein rhythmischer, von Austausch geprägter Abend
Neben den vier etwa 20-minütigen Performances wurde der Abend durch offizielle Programmpunkte und Gespräche mit den künstlerinnen und Künstlern ergänzt. Eingerahmt wurde der Abend durch die lebhafte Moderation der Journalistin Alicia Hiblot aus Metz. Zugegen waren auch Philippe Brunella, Kulturbeauftragter der Stadt Metz, sowie François Grosdidier, Bürgermeister von Metz und Vorsitzender des QuattroPole-Netzwerks, der den Abend mit einer Rede eröffnete. Interviews mit den Finalistinnen und Finalisten sowie eine Diskussionsrunde mit den musikalischen Koordinatoren des Projekts rundeten die Veranstaltung ab. Außerdem wohnten dieser Ausgabe zwei ehemalige Preisträger bei: Hervé Birolini (Gewinner 2019) und Oleksii Rybak (Gewinner 2023). Die Trophäe der diesjährigen Ausgabe wurde speziell für diesen Anlass vom Juwelier Maison Bianchi entworfen, der an diesem Abend durch den Geschäftsführer Alexandre Bianchi vertreten war. Sie vereint die Wahrzeichen der vier Partnerstädte sowie die Symbole des zeitgenössischen Musikschaffens in einer einzigartigen Kreation.
Vier starke, authentische Performances
Jedes der vorgestellten Projekte beschäftigte sich auf seine Weise mit immersiven, empfindsamen Formen des modernen Sounddesigns. Maria Teresa Treccozzi aus Saarbrücken präsentierte mit „HörbarZelt II“ eine Kombination aus elektroakustischer Installation und Performance, bei der Stimme, Musik und Raum zu einer intimen Klangerfahrung verschmelzen, mit der sie Themen wie Identität und kulturelle Vielfalt erforscht. „CODE Figur auf Landschaft (Travestie)“ von Bernd Thewes aus Trier ist ein Solostück für Flöte und eine mehrkanalige Klangprojektion, die mit der Wahrnehmung einer Figur und Klanglandschaft unter herausfordernden Hörbedingungen spielt. Stefania Becheanu aus Metz wiederum schuf mit „Rencontrer l’ours“ eine wahrhaft hypnotische Erfahrung. Mit ihrem von Ritualen inspirierten, performativen Werk aus Musik und Gesten erforscht sie das Gefühl von Angst und gemeinschaftliche Dynamiken. Im Mittelpunkt von „Whispers from the Glitch.exe – Beauty – Tremors (THE NIGHT FM)“ der aus Luxemburg stammenden Künstlerin Yliana Paolini, alias The Night FM, standen mit dem digitalen Umfeld verbundene Gefühle. Mit ihrem Werk erkundet sie verschiedene Formen der Intimität, Begierde und Spannung, die durch Interaktionen mit technologischen Mitteln entstehen.
Stefania Becheanu – Gewinnerin der 4. Ausgabe
Nach eingehender Beratung gab die Jury, die sich aus Catherine Kontz und Cathy Krier (Luxemburg), Aurore Gruel und Gilles Sornette (Metz), Stefan Zintel und Jürgen Martin (Saarbrücken) sowie Wouter Padberg und Anne-May Krüger (Trier) zusammensetzte, ihre Entscheidung bekannt: Gewinnerin des diesjährigen Wettbewerbs ist Stefania Becheanu mit ihrem Projekt „Rencontrer l’ours“.
Diese Auszeichnung ist die Krönung eines einzigartigen künstlerischen Projekts und bildet einen würdigen Abschluss dieser 4. Ausgabe des QuattroPole-Musikpreises.
Informationen zum QuattroPole-Musikpreis
Der QuattroPole-Musikpreis für innovatives Musikschaffen wird seit 2019 alle zwei Jahre an Musikschaffende sowie Komponistinnen und Komponisten moderner Musik und Kunstmusik (elektronische, experimentelle, zeitgenössische Musik usw.) verliehen, die in ihren Werken innovative digitale Techniken, wie beispielsweise visuelle Effekte oder Performances verschiedener Art, verwenden.
Der Musikpreis ist einer der Eckpfeiler der grenzüberschreitenden kulturellen Zusammenarbeit zwischen den vier QuattroPole-Städten. Hauptziel ist es, die grenzüberschreitende Kulturszene der Großregion besser zu vernetzen. Gemeinsam wollen die Städte des QuattroPole-Netzwerks ihre Sichtbarkeit in der Region und darüber hinaus erhöhen.