Mit tiefer Trauer haben wir vom Tod von Herrn Pe’l Schlechter erfahren, der im Alter von 105 Jahren im Konviktsgaart friedlich entschlafen ist.

Mit ihm verliert Luxemburg einen Pionier des luxemburgischen Grafikdesigns, vor allem aber einen zutiefst liebenswerten Menschen, dessen Lebensfreude und Wohlwollen alle in seinem Umfeld berührten. Als Schöpfer unzähliger Werke – darunter Werbeplakate, Comics, Logos, Verpackungen und Briefmarken – hat Pe’l Schlechter die visuelle Landschaft unseres Landes nachhaltig geprägt. Von April bis Juni 2026 widmete der Konviktsgaart seinem Lebenswerk eine Ausstellung. Doch damit nicht genug: Im Jahr 2012 erweiterte er sein künstlerisches Werk um einen literarischen Beitrag – mit seiner Autobiografie „De Paul muss an de Krich“, in der er seine Erlebnisse im Zweiten Weltkrieg verarbeitet.

Pe’l Schlechter, geboren 1921, meisterte die Herausforderungen seiner Zeit mit außergewöhnlichem Mut und großer Entschlossenheit. Nach seiner Ausbildung zum Bautechniker am Lycée des Arts et Métiers war sein Werdegang stark von den Kriegsjahren und der Zwangsrekrutierung geprägt. Nach der Befreiung stellte er sein Talent in den Dienst des Wiederaufbaus und arbeitete mit mehreren renommierten Architekten zusammen, bevor er sein eigenes Grafikdesignbüro gründete. Im Jahr 1972 trat er in den Dienst der Foires Internationales de Luxembourg und setzte damit eine Karriere fort, die von unermüdlichem Engagement und bedeutenden Beiträgen zur Entwicklung des Großherzogtums geprägt war.

Im Namen des Gemeinderats der Stadt Luxemburg spreche ich der Familie und den Angehörigen von Herrn Pe’l Schlechter mein aufrichtiges Beileid aus und versichere ihnen mein tiefstes Mitgefühl.

Lydie Polfer
Bürgermeisterin der Stadt Luxemburg