Bei hqLX Artist Space for Research-in-Practice, der in der südlichen Garage der ehemaligen Feuerwehrkaserne in der Route d’Arlon untergebracht ist, handelt es sich um einen Dritten Ort, der ganz im Zeichen der Forschung, des Schaffens und des Austausches steht. Das Projekt wird von einem Kollektiv unabhängiger Kunstschaffender getragen und zählt zu den Preisträgern des Projektaufrufs „Kulturelle Drittorte II“ der Œuvre Nationale.
 
Das wechselnde Programm des hqLX umfasst Aktivitäten in den Bereichen Architektur und zeitgenössische Kunst sowie rund um das Zusammenleben. Dieser Raum für Experimente, der allen offen steht, fördert Begegnungen zwischen kulturellen Akteuren, den vor Ort lebenden Menschen sowie Besucherinnen und Besuchern.

Mit diesem Projekt soll der ehemalige Standort des Feuerwehr- und Rettungszentrums Luxemburg, der 2021 aufgegeben wurde, erhalten und schrittweise einer neuen Bestimmung zugeführt werden. Das dort vorhandene Erbe – Kameradschaft, rationelle Nutzung des Raums und humanitäre Hilfsbereitschaft – wirkt bis heute nach und beeinflusst die Nutzer/innen damals wie heute.
Nach seiner ganz eigenen Logik bereitet sich dieser Ort des Lernens und des Miteinanders stets aufs Neue auf das vor, was ihn erwartet.

Herzstück des Labors ist eine Forschungseinheit mit dem Namen „4L“, die sich aktiv in das Leben im künftigen Wohnquartier „Wunnquartier Stade“ einbringt und dessen weltweiter Dimension – wie die Erinnerung an das ehemalige Josy-Barthel-Stadion zeigt – Rechnung trägt, indem sie Vereine, Dienststellen und Einrichtungen aus dem Stadtviertel einbindet.
Dank des Fonds Kunst- und Kulturpreis der Œuvre Nationale wird im Rahmen eines Residenzprogramms alle drei Monate eine interessierte Person aufgenommen, die neue Forschungsfragen aufwerfen und zu Gesprächen anregen soll, um neue Formate des Zusammenlebens und der Nachbarschaft zu ersinnen.

hqLX ist ein Ort für künstlerische Freiheit, der sich der Zukunft entschlossen stellt und hinter den Personen steht, die er unterstützt und von denen er getragen wird. Gerade deshalb wird die Unterstützung einer Stadt, die es wagt, neue Wege zu beschreiten, besonders geschätzt.