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Beschreibung

Fernand Mertens wurde am 29. Februar 1872 in Löwen (Leuven) geboren. In dieser alten Universitätsstadt besuchte er die Grundschule, dann die Schule der Barmherzigen Brüder. Im Alter von 12 Jahren erhielt er den 1. Preis in Solfège (Gehörbildung), im Alter von 14 Jahren den 1. Preis für Bratsche am Konservatorium dieser Stadt. Im Jahr 1890 trat er in das 13. Regiment des 2. Bataillons von Namur ein. Am 12. Oktober 1890 wurde er Kornett-Schüler im Antwerpener Musikkorps, wo er sein musikalisches Können perfektionierte. Am 11. November 1897 heiratete er Clémence van Kerkhoven. Mertens blieb als Mitglied des 13. Regiments in Namur.

Als junger Mann gewann Mertens beim internationalen Wettbewerb für Komponisten 1894 in Reims den zweiten Preis und 1896 in Barcelona den ersten Preis.1897 kam er Fagottspieler zur luxemburgischen Militärmusik. 1899 übernahm er die Leitung der Diddelenger Stadmusek, 1905 jene der Harmonie Municipale Hollerich, Luxembourg-Gare, Cessange. Er gab den Mitgliedern der Harmonie der Champagne-Manufaktur E. Mercier im Bahnhofsviertel Luxemburg Musikunterricht. 1906 wurde er zum Professor für Solfège am Musikkonservatorium der Stadt Luxemburg ernannt. Diesen Posten bekleidete er bis 1937. 1918 wurde ihm der Titel „Hofkapellmeister“ verliehen. Zur Fortbildung unternahm er während seiner Karriere regelmäßig Studienreisen nach Gent, Paris, Bayreuth, Salzburg, Wien, Zürich und Wiesbaden. Für die Zeitschrift „Echo des Concours“ arbeitete er mit dem Verlagshaus Andrieu Frères Paris zusammen. Mertens komponierte eigens Kantaten für die Einweihung des Michel-Rodange-Denkmals.

Mertens starb am 9. Juli 1957 in Bettemburg und wurde am 11. Juli 1957 zu den Klängen seiner Prozessionsmärsche beerdigt.

Seine religiösen Prozessionsmärsche leiteten eine neue Tradition in der lokalen Liturgie ein.

Einige seiner bekanntesten Kompositionen: Sonnerie Nationale, die Märsche: „Grande-Duchesse Charlotte“, „Prince Jean“, „Princesse Joséphine-Charlotte“, „Lëtzebuerger-Zaldote-Marsch“, „Ettelbruck, Porte des Ardennes“, „Liberatiounsmarsch“, „Salut à Differdange“, „Lëtzebuerg Rousestad“, seine Polkas „Salut à Dudelange“, „Polka des Masques“, „Polka des Bébés“. Er schrieb die Musik zur Operette „D’Wonner vu Spéisbech“ und zur Theaterfarce „De Stärksten“, zweier literarischer Werke von Batty Weber. Ebenso komponierte er die Musik zu Gedichten und Theaterstücken von Willy Goergen, Max Goergen, Albert Elsen, Nikolaus Hein, Nikolaus Welter. Schließlich ist noch seine „Messe en l’honneur de Notre-Dame de Luxembourg“ hervorzuheben.

Fernand Mertens wurde mit den nationalen Orden von Luxemburg sowie mit der Médaille d’Or en argent des Arts, Sciences et Lettres de France ausgezeichnet.

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