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Konzept

Die Straßen, Gassen und Plätze in der Altstadt zählen zu den ältesten Teilen unserer Hauptstadt und wurden in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen. Deshalb sollte die Stadt dafür Sorge tragen, diesen Teil der Stadt entsprechend zur Geltung zu bringen.

Im Rahmen der Neugestaltung sollen großzügige, harmonische Räume geschaffen werden, die für alle leicht zugänglich sind. Straßen und Plätze werden miteinander verschmolzen, um ein kohärentes Gesamtbild zu schaffen, mit dem sowohl der historische Gebäudebestand als auch die Qualität des freien Raums zur Geltung gebracht werden können, und um die Attraktivität der Altstadt für Gewerbetreibende und Besucher/innen zu steigern.

Mithilfe dieser Maßnahmen können wir die Lebensqualität der Anwohner/innen sowie das Besuchserlebnis unserer Gäste verbessern und die verschiedenen Räume mit ihren unterschiedlichen Funktionen visuell und materiell zusammenschließen. So ist es möglich, den Freiflächen in der Altstadt annähernd wieder ihre alte Funktion sowie ihr altes Erscheinungsbild zurück zu geben, wie damals, bevor die infrastrukturellen Veränderungen durch die Verbreitung des Automobils erfolgten.

Gestaltung und Zugänglichkeit

Im Rahmen der Neugestaltung der Altstadt sollen auch die verschiedenen Funktionen des öffentlichen Raums berücksichtigt werden. Elemente wie Terrassen, öffentliche Plätze, Vorplätze und der Zugang zu den einzelnen Gebäuden werden genau festgelegt und hervorgehoben. Die verschiedenen Räume werden durch Säulen oder Stadtmöbel voneinander abgegrenzt, eine visuelle Einheit soll aber erhalten bleiben. Abgerundet wird das Projekt durch die Anbringung von Baumgruppen an strategisch günstigen Standorten.

Dadurch können auch die unterschiedlichen topografischen Verhältnisse in diesem Teil der Hauptstadt ausgeglichen werden. Ziel ist es, möglichst viele flache Flächen zu schaffen und dabei den Schutz der Fußgänger/innen zu gewährleisten. Durch diese Vereinheitlichungsmaßnahmen wird die Attraktivität der Straßen in der Altstadt gesteigert, da sie hierdurch zugänglicher werden. Eltern mit Kinderwägen, Personen im Rollstuhl oder auch ältere Menschen - durch die geplanten Veränderungen wird die Altstadt für viele unterschiedliche Personengruppen interessant.

Infrastrukturarbeiten

Um die durch die Infrastrukturarbeiten entstehenden Unannehmlichkeiten möglichst gering zu halten, werden die verschiedenen technischen Maßnahmen im Rahmen eines einzigen Bauvorhabens vorgenommen. Im Zuge der Neugestaltung der Altstadt kann gleichzeitig eine Verstärkung und/oder Erneuerung der Abwasserleitungen, der Hauptgas- oder Hauptwasserleitungen sowie der Strom- und Telekommunikationsnetze und des Straßenbeleuchtungsnetzes erfolgen.

Diese Arbeiten wurden in enger Zusammenarbeit mit dem Service Circulation (Dienststelle Verkehr) geplant, um den bestmöglichen Kompromiss zwischen dem Fortschritt der Arbeiten und der Zugänglichkeit für Anwohner/innen zu erzielen.

Die Wahl des Oberbaus

Der neue Straßenbelag kommt an jenen Stellen zum Einsatz, die derzeit mit Makadam oder vielen unterschiedlichen Belägen versehen sind. Gepflasterte Flächen werden großteils erhalten bleiben. Die im Rahmen der Arbeiten gewonnenen Pflastersteine werden für zukünftige Reparaturarbeiten aufbewahrt.

Es wird nur eine einzige Art von Stein verwendet. Bei den verschiedenen Baumaßnahmen kommt überall dasselbe Material zum Einsatz: ein beiger Granit. Dieser hat sich bereits in der Rue de l'Eau bewährt, wo anlässlich der Infrastrukturarbeiten in den Jahren 2009/2010 ein Testabschnitt mit diesem Stein gepflastert wurde.

Bei den verwendeten Pflastersteinen handelt es sich um Quader mit einer länglichen Form. Die Länge der Quader variiert zwischen 40 und 80 cm und ihre Breite zwischen 10 und 20 cm. Alle Pflastersteine sind 15 cm dick und werden senkrecht zur Verkehrsachse verlegt. Durch die breite Palette an unterschiedlichen Größen wird ein Erscheinungsbild erzielt, das jenem der ehemaligen Pflastersteine ähnelt. Durch die sorgfältige Mischung aus Pflastersteinen unterschiedlicher Größe entsteht ein Spiel aus unterschiedlichen Farbschattierungen und Lichtreflexionen, die den Eindruck einer gewissen räumlichen Tiefe suggerieren. 

Archäologische Ausgrabungen

Wenn Sanierungs- oder Infrastrukturarbeiten in einem historisch bedeutenden Teil unserer Hauptstadt durchgeführt werden sollen, ist es unerlässlich, im Vorfeld Ausgrabungen vorzunehmen, um sicherzustellen, dass keine archäologischen Überreste an dieser Stelle vorhanden sind. Durch eine Untersuchung der Zeugnisse unserer Vergangenheit können wir die Entwicklung der Altstadt besser nachvollziehen und eine umfassende Dokumentation unseres Kulturerbes gewährleisten.

Aus diesem Grund arbeitet die Stadt stets Hand in Hand mit dem Centre National de Recherche Archéologique. Im Laufe des Fortschritts der Arbeiten wird jeder Abschnitt zuerst während eines festgelegten Zeitraums von den Archäologinnen und Archäologen des Forschungszentrums untersucht. Erst nachdem diese ihre Arbeit abgeschlossen haben, beginnen die eigentlichen Infrastrukturarbeiten. Der Vorteil einer derartigen Vorgehensweise ist, dass die Ausführungsfristen bereits im Vorhinein feststehen. Dadurch ist eine optimale Planung der Bauarbeiten gewährleistet, während der Bedeutung unseres historischen Erbes ebenfalls Rechnung getragen wird.

Fristen und Ablauf des Bauvorhabens

Die Arbeiten, die für eine Neugestaltung der Altstadt erforderlich sind, werden über mehrere Jahre hinweg in verschiedenen Phasen durchgeführt. Begonnen haben sie im September 2014.

Die erste Phase in der Rue Sigefroi wurde 2016 abgeschlossen.

Auch die zweite Phase in der Rue de l'Eau und der Rue du Rost hat bereits begonnen, die Arbeiten in diesem Abschnitt werden im Herbst 2017 abgeschlossen sein.

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