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Vorstellung des Bauvorhabens

Die Stadt errichtet derzeit einen Abwassersammler, der die Kläranlage Bonneweg mit der Kläranlage Beggen verbinden soll. Der Service Canalisation (Dienststelle Kanalisation) wird diese Arbeiten in seiner Rolle als Bauherr gemeinsam mit anderen internen und externen Dienststellen ausführen.

Die Kanalisation wird eine Gesamtlänge von 6150 m und eine durchschnittliche Tiefe von 10 bis 15 m aufweisen. Beim Bau kommen Rohre aus Stahlbeton mit einer Nennweite von DN 2000 mm und einem Schutzmantel aus Kunststoff zum Einsatz. Es gibt neun Zugänge zum Bauwerk. Die Verlegung der Rohre erfolgt unterirdisch.

Fristen des Bauvorhabens

Beginn der Arbeiten: Februar 2012

Voraussichtliche Dauer der Arbeiten: 95 Monate

Voraussichtlicher Abschluss der Arbeiten: 2019

Warum wird dieser neue Abwassersammler errichtet?

Infolge der Verabschiedung neuer europäischer Richtlinien zu Beginn der 1990er-Jahre sah sich die Stadt mit folgender Entscheidung konfrontiert: Entweder sie passt die Kläranlage Bonneweg an die neuen Vorschriften an, um eine Behandlung von Stickstoff zu ermöglichen oder sie verbindet diese Kläranlage mit jener von Beggen, was eine endgültige Stilllegung der Kläranlage Bonneweg zur Folge hätte.

Infolge einer technischen Studie und einer Finanzanalyse entschied sich die Stadt für die zweite Variante. So entstand die Idee, einen Abwassersammler zu errichten, der das Abwasser von den Vierteln im Süden der Stadt (Bonneweg, Cents, Hamm, Pulvermühle, Gasperich) sowie von der Gemeinde Leudelingen zur Kläranlage Beggen transportiert. Dieser Sammler kann außerdem auch Abwasser von anderen Stadtteilen aufnehmen und die bestehenden Sammler dadurch entlasten.

Doch das Projekt bietet noch weitere Vorteile. Ein solches Bauwerk kann auch als Rückhaltebecken für Abwässer eingesetzt werden, wodurch der Zufluss zur Kläranlage Beggen besser gesteuert werden kann, oder als Sammelbecken für Notfälle wie einen eventuellen Ausfall der Kläranlage dienen.

Einige wichtige Daten

Wie bei jedem größeren Bauvorhaben der Stadt mussten auch in diesem Fall vor dem eigentlichen Beginn der Bauarbeiten am Abwassersammler, der die Kläranlage Bonneweg mit der Kläranlage Beggen verbinden soll, verschiedene Phasen durchlaufen werden:

1993: Technische Studie und Finanzanalyse zur Zusammenlegung der beiden Kläranlagen.

16.12.2002: Genehmigung des Vorentwurfs im Gemeinderat.

6.5.2004: Beschluss der Abgeordnetenkammer (Gesetz vom 6. Mai 2004).

26.6.2006: 2. Abstimmung über den endgültigen Entwurf im Gemeinderat. Genehmigungsanträge (Straßen, CFL, Wasser, Umwelt, Commodo usw.). Vereinbarungen mit den Eigentümern.

Studien (Projektierung, hydraulische Tests, Risikoanalyse, geologische Untersuchungen, Versicherungen, Materialien usw.).

9.12.2009: Veröffentlichung des Ausschreibungsergebnisses. Rechtsmittel gegen die Vergabeentscheidung.

9.1.2012: Eigentlicher Beginn der Arbeiten.

2015: Die ersten Abwässer werden bereits zur Kläranlage Beggen geleitet.

2017: Die Arbeiten werden vermutlich 2019 vollständig abgeschlossen sein.

Derzeit werden an mehreren Orten gleichzeitig Arbeiten durchgeführt. Auf diese Weise können wir die Arbeiten zügig vorantreiben, unsere finanziellen Mittel und Arbeitskräfte optimal einsetzen und die Unannehmlichkeiten für Anwohner/innen und Besucher/innen möglichst gering halten.

Eine besondere Herausforderung

Einen Sammler dieser Größe zu errichten, stellt von einem technischen Standpunkt aus gesehen eine besondere Herausforderung dar. Wie soll der mehr als sechs Kilometer lange Verlauf des Sammlers durch die Innenstadt bestimmt werden? Welche Baumethode verursacht die geringsten Unannehmlichkeiten bei maximaler Effizienz? Welche Baumaschinen sollen zum Einsatz kommen?

Wahl des Verlaufs

Bei der Planung hat der Service Canalisation viele unterschiedliche Elemente wie die derzeitige Funktionsweise der Kläranlagen und die Anschlusspunkte an die bestehenden Abwassersammler berücksichtigt.

Doch auch andere Kriterien wie die Achtung des Privateigentums spielten eine Rolle. Deshalb wurde beim endgültigen Verlauf des Sammlers nicht nur die geologische Beschaffenheit des durchquerten Geländes berücksichtigt, sondern auch darauf geachtet, dass der Sammler bevorzugt unter in öffentlichem Eigentum stehenden Grundstücken verläuft und dass möglichst wenig Beeinträchtigungen für den Straßenverkehr entstehen.

Rohrvortrieb und Baumethode

Sammler, die in großen Tiefen verlaufen, werden durch unterirdischen Rohrvortrieb verlegt. Deshalb werden die Baustellenteams auf den 6,150 km neun Schächte anlegen. Diese Schächte sind ungefähr 15 Meter tief und haben einen Durchmesser von 10 bis 15 Metern. Sie werden durch Betonpfähle gesichert, die entlang der Schachtränder angebracht werden, und dann ausgehoben.

Die Rohrvortriebsmaschine wird in diesen Schächten montiert und gräbt die Tunnel, in welche später die Stahlbetonrohre mit einem Innendurchmesser von zwei Metern eingesetzt werden.

Fortschritt der Arbeiten

Der Fortschritt der Arbeiten ist von Standort zu Standort unterschiedlich, da die Baustellenteams zur selben Zeit an mehreren Zugängen arbeiten.

Nr. 1: Der Einbau des Kontrollschachts in den Vortriebsschacht auf dem Gelände der Kläranlage Bonneweg ist beinahe abgeschlossen.

Nr. 3: Der dritte Schacht befindet sich im Petruss-Tal, auf Höhe des „Schlittenhiwwel“. Die Bauarbeiten am Schacht sind abgeschlossen. Mit dem vorläufigen Pumpwerk werden die Abwässer von der Kläranlage Bonneweg zur Kläranlage Beggen gepumpt, damit die Abwässer aus dem Kanalnetz „Bonneweg“ noch vor der Fertigstellung des Hauptsammlers in der Kläranlage Beggen behandelt werden können. Die ausgehend von Schacht 4 in der Rue Laurent Ménager durchgeführten Vortriebsarbeiten wurden erfolgreich abgeschlossen. Der Kontrollschacht in seiner endgültigen Form wurde fast fertiggestellt. Die Inneninstallationen werden derzeit angebracht.

Nr. 4: Das Unternehmen Hilco entfernt derzeit Geräte und Arbeitsmaterial von der Baustelle, da die Vortriebsarbeiten zwischen Schacht 4 und Schacht 5 abgeschlossen sind. Das Unternehmen Keren wird zur Errichtung des Kontrollschachts im Vortriebsschacht im Februar 2018 einen Kran aufstellen. Die Errichtung des Kontrollschachts wird (wenn keine Probleme auftreten) Ende Herbst 2018 abgeschlossen sein. Erst dann kann der Platz endgültig vom Service Voirie (Dienststelle Straßen) gestaltet werden.

Nr. 5: Schacht Nr. 5 befindet sich ebenfalls in der Rue Laurent Ménager, auf Höhe des Stade Gaston Diderich. Die Vortriebsmaschine wurde bereits wieder aus dem Vortriebsschacht entfernt. Bis zur Ankunft der Vortriebsmaschine, die von der Rue Munschen Tesch bis zu Schacht Nr. 5 vorstoßen soll, sind die Arbeiten auf der Baustelle auf ein Minimum beschränkt.

Nr. 6: In der Rue Munschen Tesch bringt das Unternehmen HILCO gerade die Vortriebsmaschine an, mit der Ende März der Vortrieb Richtung Schacht 5 gestartet werden soll. Die Vortriebsarbeiten werden voraussichtlich bis November 2018 dauern.

Nr. 7: Die Arbeiten sind abgeschlossen. Es fehlt nur noch die Deckschicht in der Rue Raspert, die aufgetragen wird, sobald die Witterungsverhältnisse günstig sind.

Nr. 8/9/10: Die Schächte in der Rue Pierre-Joseph Redouté (Nr. 8), in der Rue de la Bastogne (Nr. 9) und auf dem Gelände der Kläranlage Beggen (Nr. 10) wurden fertiggestellt. Auch die Arbeiten an jenem Teil des Sammlers, der diese drei Schächte miteinander verbindet, sind abgeschlossen.

 

Ihre Ansprechpartner für dieses Bauvorhaben

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VDL – Service Canalisation

Jean Heuschling

4796-2995

VDL – Baustellen-Mediatoren

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