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Marx mit Mundharmonika

Im Rahmen des Projekts BABEL des „Mierscher Kulturhauses“ und in Zusammenarbeit mit der Asbl „Solidarität mit Hörgeschädigten“ wurde diese Produktion des Kasemattentheaters in die Gebärdensprache übersetzt.
Anlässlich des 200. Geburtstags von Karl Marx präsentierte das Kasemattentheater eine Lesung einer Reihe von verschiedenen analytischen, kämpferischen und auch skurrilen Texten von Karl Marx. Hermann Treusch, ehemaliger Intendant der Freien Volksbühne Berlin, brachte seine Mundharmonika mit.
Textauswahl und Lesung: Marc Limpach und Hermann Treusch
Musik: Michel Herblin (Mundharmonika), Michel Reis (Klavier)
Eine Produktion des Kasemattentheaters mit der freundlichen Unterstützung der Fondation Robert Krieps.

À part être

Mit großer künstlerischer und menschlicher Sensibilität haben die Choreographen Annick Pütz und Thierry Raymond verschiedene Choreographien für Tänzer/innen mit und ohne körperlicher Behinderung entwickelt. Das Resultat war ergreifend und erstaunlich, das Stück setzte eine zugleich intime wie auch fesselnde Energie frei. Ein Abenteuer, das unter die Haut geht! Kreation im Rahmen des Projekts BlanContact

Tanz, Musik, Objekte in Bewegung

einen Raum gebären
wo man Unterschlupf finden kann
ihn sich aneignen
ihn mit Gewohnheiten bewohnen
mit Lachen und Gesang

Skurriles erschaffen

Land ohne Namen
seltsame Nähe
wo die Wege sich kreuzen
knapp unter der Oberfläche

Details der Veranstaltung

Künstlerische Leitung, Choreographie: Annick Pütz, Thierry Raymond
Tänzer: Giovanni Zazzera
Tänzer aus der blanContact-Gruppe: Pierre Bangnowski, Sandra Beck, Michèle Besch, Irma Chenet, Jean-Marie Dummong, Martina Haasenritter, Nora Nouche Hoffmann, Antonio Mazzaro, Michael Meier, Patrick Racz, Fabienne Theisen, Steve Urbing, Tiziana Valenzano, Katalin Wagner, Dany Weber
Gasttänzer aus dem Kollektiv DADOFONIC: Cristiano Dias Andrade, Sandra Fernandes Fitas
Musiker: Nicolas Billaux (Oboe) Florence Borgers (Klavier, Kontrabass)
Künstlerische Beratung Objekttheater: Frank Soehnle
Inszenierung: Trixi Weis
Kostüme: Dagmar Weitze
Licht: Nina Schaeffer
Garderobiere: Liette Majerus
Produktion: Mierscher Kulturhaus, Fondation Kräizbierg
Co-Produktion: Les Théâtres de la Ville de Luxembourg
Finanzielle Unterstützung: Oeuvre Nationale de Secours Grande-Duchesse Charlotte
Realisiert unter der Mitwirkung des Nationalen Kulturfonds Luxemburg
Mit Unterstützung der Fondation Indépendance, des Ministeriums für Familie, Integration und die Großregion
Partner: TROIS C-L – Centre de Création Chorégraphique Luxembourgeois, Collectif DADOFONIC

Gala „Inclusion“

Kunst und Kultur ohne Grenzen

Während der vierten Ausgabe der Gala „Inclusion“ im Rahmen der Sensibilisierungswochen der Stadt Luxemburg wurden die Grenzen zwischen Kunst und Kultur erneut überwunden. Im Musikkonservatorium der Stadt Luxemburg standen Musik, Tanz, Theater und Lyrik auf dem Programm, präsentiert von außerordentlichen Künstlerinnen und Künstlern.

Nach dem künstlerischen Teil lud die Stadt Luxemburg zu einem Empfang ein, zu dessen Anlass verschiedene Workshops zum Thema „spezifische Bedürfnisse“ veranstaltet wurden: (APEMH, Autisme Luxembourg, Ligue-HMC, Op der Schock, Tricentenaire, Tridoc, Yolande-Coop).

Auf dem Programm

BlanContact

Tanz lebt von der Körpersprache, den Gesten, den Bewegungen. Aber was, wenn die Beweglichkeit des Körpers eingeschränkt ist?
Das erleben seit zehn Jahren die Choreographen Annick Pütz und Thierry Raymond (der selber diplomierter Bewegungstherapeut ist) im Rahmen ihres Projekts blancContact, das 2007 durch das Mierscher Kulturhaus und die Fondation Kraïzbierg initiiert wurde. Ihr Ziel ist es, Tänzerinnen und Tänzer mit und ohne besondere Bedürfnisse zusammenzubringen. In ihrer Produktion „À part être“ betonte die Truppe die besonderen Ausdrucksmöglichkeiten jedes Einzelnen. Hierbei zeigte sich einmal mehr, dass eine Behinderung nicht immer ein Hindernis darstellen muss. Während der Gala wurden zwei Auszüge der Veranstaltung gezeigt – eine bewegende und berührende Vorstellung voller Überraschungen!

Collectif Dadofonic

„Häerzgeflüster am Tangoschrëtt“. Das Collectif DADOFONIC präsentierte kurze Auszüge aus der Welt der Liebe und der Musik: Zu Swing und Jazz und Tango-Rhythmen schwebten die eleganten und schönen Protagonistinnen und Protagonisten zwischen Erwartungen und Enttäuschungen auf die größte Leidenschaft zu. 

Das Publikum konnte sich an einer Reise in eine Welt voller Charme und Positivität erfreuen, dargeboten auf höchstem fachlichen Niveau und mit befreiender Leichtigkeit.

Das Collectif DADOFONIC ist eine Werkstatt für behinderte Menschen der Ligue HMC. Die 13 Künstlerinnen und Künstler proben täglich in Bertrange.

Noémie Desquiotz-Sunnen

Die Sopranistin aus Luxemburg hat am Musikkonservatorium der Stadt Luxemburg sowie am Conservatoire national de région von Nancy studiert. Sie hat an zahlreichen Spezialisierungskursen mit verschiedenen berühmten Opernsängern teilgenommen, darunter Sylvia Geszty und Ingeborg Hallstein. Zusätzlich zu ihrer Arbeit als Lehrerin, Chorleiterin und Stimmtrainerin wird sie oft für Auftritte als Solistin an Konzerten mit Chor und Orchester in Luxemburg sowie im Ausland angefragt. Sie hat in mehreren Opernproduktionen gesungen. So hat sie z. B. die Rolle der „Königin der Nacht“ in der „Zauberflöte“ von Mozart gesungen.

Obwohl sie seit 2013 an einer Amyotrophen Lateralsklerose (ALS) leidet, lässt Sylvia Geszty sich von dieser schweren Krankheit sowie der damit einhergehenden Behinderung so wenig wie möglich einschränken und tritt weiterhin als Solistin auf. Am Gala-Abend wird sie Sie in ihrem Rollstuhl mit ihrer wundervollen Stimme beeindrucken, durch welche die Akustik des Konservatoriums voll zum Tragen kommt und Sie ein unvergessliches Erlebnis erwartet.

Wie letztes Jahr wurde Noémie Desquiotz-Sunnen von Pit Heyart am Klavier begleitet: Der 32-jährige Pit Heyart hat bereits im Alter von sieben Jahren an der Musikschule in Redange Trompeten- und Klavierunterricht genommen. Danach machte er Musik als Hobby und besuchte Kurse am Musikkonservatorium der Stadt Luxemburg. Nach seinem Bachelor in Literaturwissenschaft und Sprachen studierte Heyart Musikwissenschaft an der Universität P. Verlaine in Metz sowie an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln. Obwohl er während seines Studiums einen Schwerpunkt auf die Musikpädagogie legte, entwickelte er sich zugleich auch zu einem hervorragenden Pianisten, der stark von seinen Lehrern inspiriert wurde, insbesondere von K. Reifenrath in Luxemburg und M. R. Braun in Köln.

Jean Ziata

Ein weiterer wichtiger Künstler, den man nicht vergessen wird. Nach ein paar Jahren Pause von der Gala gab Jean Ziata sein Comeback. Sein Akkordeon und seine Gitarre gehören zu ihm, wie man Wasser zum Leben braucht. Der in Luxemburg aufgewachsene, blinde Künstler stammt aus Afrika und kann aus einem herausragenden Repertoire schöpfen.

Fräncki Friederich, Komödiant, Schriftsteller und Jongleur des Collectif DADOFONIC, sowie Madeleine Kayser, Ansprechpartnerin für spezifische Bedürfnisse der Stadt Luxemburg, führten durch den Abend.

Nach dem künstlerischen Teil lud die Stadt Luxemburg zu einem Empfang ein, der zusammen mit mehreren sich im Bereich der spezifischen Bedürfnisse engagierenden Vereinigungen organisiert wurde. Auf dem Programm standen Treffen mit den Künstler/innen, leckere Köstlichkeiten und gemütliches Beisammensein, um den Abend abzuschließen.

This is my bed

Es war der Fondation EME (Ecouter pour Mieux s’Entendre) eine große Freude, ein Projekt für Menschen mit Autismus oder einer geistigen und/oder körperlichen Behinderung präsentieren zu dürfen: „This is my bed.“ Diese Veranstaltung wurde von der „English Touring Opera“ für Menschen mit besonderen Bedürfnissen in Zusammenarbeit mit der Perseid School und dem Polka Theatre in Wimbledon geschaffen.

Nach seinen Shows The Midnight Moon, RedBlueGreen, Spin, Rumbled und Different trat das Ensemble The English Touring Opera mit seinem neuen interaktiven Programm für ein Publikum mit besonderen Bedürfnissen nun zum sechsten Mal in Luxemburg auf: eine multi-sensorische und fantastische Erfahrung.

Dauer

Während drei Tagen hatten mehr als 300 Kinder und Erwachsene mit besonderen Bedürfnissen die Möglichkeit, an diesen interaktiven und fantastischen Veranstaltungen teilzunehmen. Die Vorstellung fand drei- bis viermal täglich im Espace Découverte der Philharmonie statt.

Zielpublikum

Sämtliche Institutionen für Menschen mit besonderen Bedürfnissen in Luxemburg konnten daran teilnehmen.

Im Jahr 2017 hatten 367 Personen das Angebot der Philharmonie in Anspruch genommen. Die neun Veranstaltungen wurden über drei Tage lang in ausverkauften Sälen für jeweils 40 Personen aufgeführt.

Beteiligte

Tim Yealland (Regisseur), Pete Letanka (Komponist), Abigail Kelly (Sängerin), Bradley Travis (Sänger), Joana Marie Skillett (Sängerin)