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JOMI – lautlos, aber nicht sprachlos

JOMI – silencieux, mais pas sans voix

Vor der Vorführung nimmt uns JOMI anhand einiger Beispiele aus seinem Repertoire mit in seine wundervolle Welt der Stille. Vorführung des Films, gefolgt von einer Diskussion im Beisein des Pantomimen JOMI und des Regisseurs Sebastian Voltmer.

Hauptdarsteller: Josef Michael Kreutzer (JOMI)
Regie, Kamera, Schnitt und Musik: Sebastian Voltmer
Produktion und Kamera: Manfred Voltmer
Künstlerische Leitung und Drehbuch: Jenny Theobald, Sylvia Methner
Organisation: Jean Braeunig
Fotos: Winfried Götzinger
Dolmetschen in die deutsche Gebärdensprache (DGS): Isabelle Ridder
Dauer: 105 Minuten
Finanzierung: „Saarland Media“
Eine Produktion von: LichtenSTERN.tv

Nicht nur Michael Jackson, der legendäre „King of Pop“, hat seinen faszinierenden „Moonwalk“ bei Marcel Marceau, dem berühmten französischen Pantomimen, ausgefeilt: Auch JOMI, ein Künstler, der aktuell mit seiner charakteristischen Körpersprache zu einem der international bekanntesten Künstler in diesem Bereich zählt, hat bei ihm sein Handwerk gelernt. Im Anschluss an seine in Paris „mit Auszeichnung“ abgeschlossene Ausbildung ist JOMI international aufgetreten. Er leitet inklusive Pantomime-Workshops. Der neueste Kino-Film des deutschen Filmemachers Sebastian Voltmer „Lautlos, aber nicht sprachlos“ zeigt Szenen aus dem Leben ebenso wie Beispiele des vielfältigen Bühnen-Repertoires von JOMI. Dies ist sein Künstlername. Verbergen tut sich dahinter der deutsche Pantomime Josef Michael Kreutzer. Sein Können ist sehr vielfältig: Von ernst bis heiter, von nachdenklich bis fröhlich, von spritzig bis frech. Kein Zuschauer sieht JOMI auf der Bühne an, dass er eine Behinderung hat. Seit seinem ersten Lebensjahr ist Josef Michael Kreutzer in Folge einer Gehirnhautentzündung gehörlos.

„JOMI – Lautlos, aber nicht sprachlos“ zeigt die faszinierende Kunst von Mimik und Körpersprache. JOMI ist Pantomime auf höchstem Niveau, wirkt dabei aber nie abgehoben, sondern bleibt im Gegenteil immer ganz nah an den Menschen. Auch Kinder sind begeistert, wenn sie JOMI erleben.

Der Dokumentarfilm wurde von Anfang an so angelegt, dass er für gehörlose und blinde Menschen leicht verständlich ist, ohne dass hierbei der Erzählfluss gestört wird. Die bekannte Gebärdendolmetscherin Isabelle Ridder verdolmetscht den lautlichen Anteil des Films für Hörgeschädigte in die Deutsche Gebärdensprache.
Weiterhin wird anhand einer Audiodeskription versucht, die rein visuelle Kunst der Pantomime auch Blinden zugänglich zu machen. Hierdurch stellt dieser Dokumentarfilm einen wichtigen Beitrag im Hinblick auf Inklusion in der Kino-Landschaft dar.

24 Wochen

24 semaines

Als Vorfilm wird ein Dokumentarfilm über die Arbeit der Stiftung EME (Ecouter pour Mieux s‘Entendre) gezeigt.

Die durch die Stiftung EME geförderten Projekte wenden sich ganz besonders an Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen nicht zum gewöhnlichen Publikum derartiger kultureller Angebote gehören. Dies betrifft z. B. Kinder und Erwachsene mit Behinderung oder eingeschränkter Mobilität, Senioren und Menschen in schwierigen Lebensumständen sowie sozial benachteiligte, vereinsamte oder am Rand der Gesellschaft lebende Menschen. Dank der Expertise des Rats der Stiftung EME sowie der Qualität des regionalen und internationalen Netzwerks der Philharmonie konnten Initiativen ins Leben gerufen werden, mit denen es möglich ist, maßgeschneiderte musikalische Angebote für Menschen in Not anzubieten.

Details zum Film

Regie: Anne Zohra Berrached
Dolmetscher: Julia Jentsch, Bjarne Mädel, Johanna Gastdorf, Emilia Pieske, Maria Dragus
Musik: Jasmin Reuter
Erscheinungsjahr: 2016
Film ab 12 Jahren
Sprache: Deutsch mit deutschen Untertiteln und Audiodeskription
Dauer: 99 Minuten
Studio: Indigo

Tief bewegendes Drama aus Deutschland über eine werdende Mutter, die vor der Entscheidung steht, ob sie ihr schwer krankes Kind behalten soll. Astrid und Markus stehen mit beiden Beinen fest im Leben. Astrid lebt und liebt ihren Beruf als Kabarettistin, ihr Mann und Manager Markus steht ihr mit Rat und Tat zur Seite. Doch als die beiden ihr zweites Kind erwarten, wird ihr Leben aus der Bahn geworfen: bei einer Routineuntersuchung erfahren sie, dass das Baby schwer krank ist. Die Diagnose trifft sie wie ein unausweichliches Schicksal. Gemeinsam wollen sie lernen, mit der Situation umzugehen. Doch während sie mit den möglichen Heilplänen, Ratschlägen und Prognosen konfrontiert sind, stößt ihre Beziehung an ihre Grenzen. Die Suche nach der richtigen Antwort stellt alles in Frage: ihre Beziehung, ihr Kinderwunsch, ihr Leben insgesamt sowie ihre gemeinsamen Zukunftspläne. Im Verlauf der Zeit erkennen sie, dass nichts und niemand ihnen die Entscheidung über Leben oder Tod ihres Babys abnehmen kann.

„24 Wochen“ ist deutsches Kino, wie es sein sollte: voller Leben, aber mit ergreifender Offenheit erzählt.

Regisseurin Anne Zohra Berrached findet Bilder für eine Entscheidungsnot, der mit den Mitteln der Sprache nicht beizukommen ist. Die grandiosen Hauptdarsteller Julia Jentsch und Bjarne Mädel ziehen uns in ihren Bann und lassen uns nicht mehr los. Dies ist ein emotionsgeladener Film, der die Geschichte einer großen Liebe erzählt und vielleicht noch mehr die einer erheblichen Verzweiflung.

Noch eine Anmerkung: das medizinische Personal im Film wurde nicht von Schauspielern gespielt, sondern von tatsächlichen Ärzten, Krankenschwestern usw., die im Film ihre eigene Rolle darstellen.

Filmauszeichnungen

66. Berlinale: Preis der Gilde deutscher Filmkunsttheater
13. Neisse Filmfestival: Bestes Szenenbild
26. Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern: Beste Regie, bestes Drehbuch, Publikumspreis
27. internationales Filmfest Emden/Norderney: Publikumspreis für beste Regie
Deutscher Filmpreis 2017: Filmpreis in Silber

Diskussion

In der anschließenden Diskussion werden die Themen der Filme aufgegriffen. Wie ist die Situation der Betroffenen hier in Luxemburg? Welche Hilfestellungen werden angeboten? Welche Probleme sind ungelöst? Erfahrungsberichte, Ideen, Vorschläge usw.

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