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Erste große nationale Gartenschau im Jahr 2023

Conférence de presse LUGA - Première grande exposition horticole nationale
18.07.2019
Umwelt und Sauberkeit

Die Bürgermeisterin der Stadt Luxemburg, Lydie Polfer, und der Minister für Landwirtschaft, Weinbau und ländliche Entwicklung, Romain Schneider, präsentierten am Donnerstag, dem 18. Juli 2019, eine Vereinbarung über die Kofinanzierung und Organisation der ersten großen nationalen Gartenschau auf dem Gebiet der Stadt Luxemburg, die zwischen Mai und Oktober 2023 stattfinden wird.

Zielsetzung

Die Gartenschau im Jahr 2023, im Volksmund LUGA 2023 genannt, stärkt das Bild des Großherzogtums Luxemburg als ein verlässliches, dynamisches und offenes Land. Die LUGA 2023 wird andere Wirtschaftszweige als den Finanzsektor ins Licht stellen und vielfältigen sowie innovativen Nischenmärkten eine Plattform bieten, unter anderem in den Bereichen Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, ökologischer Tourismus und vor allem natürlich Gartenbau.

Die LUGA 2023 ist mehr als eine reine Blumenausstellung. Dieses großartige Event wird Gelegenheit bieten, das grüne Erbe Luxemburgs in all seinen Facetten darzustellen. Ziel ist es, die öffentliche Wahrnehmung der „grünen Berufe“ sowie der Gartenbau-, Weinbau- und landwirtschaftlichen Erzeugnisse aus dem Großherzogtum zu verbessern und gleichzeitig das historische und kulturelle Erbe zu würdigen. Die LUGA 2023 wird unter anderem die Weiterentwicklung der regionalen Lebensmittelproduktion durch die solidarische Landwirtschaft und „Urban Gardening“ veranschaulichen. Neben diesen Aspekten soll sie das Bewusstsein für mehr Ökologie in den Städten und Dörfern stärken, beispielsweise durch Grünflächen, Plantagen, Gründächer und Fassadenbegrünung. Ständige Begleiter auf dieser Naturveranstaltung werden schließlich Themen wie Umwelterziehung, pestizidfreies Gärtnern und Anpassung an den Klimawandel séin.

Die Unterzeichnung der Finanzvereinbarung fußt im Übrigen auf den Entscheidungen über die Unterstützung der Organisation dieser Landesgartenschau, die der luxemburgische Regierungsrat am 20. Juli 2017 sowie der Schöffenrat der Stadt Luxemburg am 1. Februar 2019 getroffen haben.

Der Minister Romain Schneider erklärte: „Ziel dieser Gartenschau ist es, ein anderes Bild des Großherzogtums Luxemburg zu zeigen und Bereiche wie Landwirtschaft, Weinbau, Gartenbau, grüne Arbeitsplätze, ökologischer Städtebau und Erholungstourismus zu fördern. Mit 500 000 potenziellen Besucherinnen und Besuchern ist die LUGA 2023 eine großartige Vitrine für das Know-how im Bereich Gartenbau und Gärtnerei in Luxemburg. Außerdem möchten wir die Menschen wieder mit der Natur, dem Gemüse- und Obstbau und der städtischen Landwirtschaft verbinden, um regionale und saisonale Lebensmittel zu fördern.“

„Die Stadt Luxemburg ist stolz darauf, auf ihrem Gebiet die erste große Gartenschau des Landes zu veranstalten“, gab die Bürgermeisterin der Stadt Luxemburg, Lydie Polfer, zu Wort. „Die Auswirkungen einer Gartenschau dieser Größenordnung werden für die Hauptstadt in kultureller und ökologischer Hinsicht sowie für Tourismus und Handel sicherlich sehr positiv sein. Die im Rahmen der LUGA 2023 getätigten Investitionen erhöhen nicht nur die Attraktivität unserer Stadt, sondern auch die Lebensqualität unserer Bürger/innen und Gäste! Diese Ausstellung wird ganz bestimmt auch Spuren in den Köpfen hinterlassen und ein neues Bewusstsein für den Umweltschutz in der städtischen Umwelt schaffen.“          


Konzept und Veranstaltungsorte der Gartenschau

Die Gartenschau wird von Mai bis Oktober 2023 auf dem Gebiet der Stadt Luxemburg stattfinden, und zwar insbesondere in vier Hauptbereichen, dem Petrusstal, dem Stadtpark und dem Pescatore-Park, den Stadtvierteln Clausen, Grund und Pfaffenthal sowie auf dem Kirchbergplateau. Im Gegensatz zu anderen ähnlichen Veranstaltungen ist die Gartenschau in Luxemburg mit Ausnahme bestimmter Veranstaltungen und geschlossener Bereiche grundsätzlich frei zugänglich.

Die vier Hauptthemen werden sein:

  • Natur und Gesellschaft: Stadtpark und Pescatore-Park
    Beteiligung der Bevölkerung am Anbau von Kulturpflanzen auf freiwilliger Basis, Förderung von Gemeinschaftsgärten, Veranstaltungen im Bereich Gesundheit und Sport, Schulgärten, dynamische Beleuchtung.
  • Natur pur: Petrusstal
    Renaturierung der Petruss, Artenvielfalt und Ökologie, Verschönerung der Räume rund um die Hauptstraßen, Tierschutz, Wassernutzung; Dekoration und Modernisierung der Aquatunnelbeleuchtung.
  • Natur und Kultur: Stadtviertel Clausen, Grund und Pfaffenthal
    Verschönerung der Festung, Naturereignisse in den Kasematten - Florematten, vertikale Verzierung historischer Brücken, Mansfeld -Veranstaltungen, Musikinstallationen, Veranstaltungen rund um das Thema Rosen, Beleuchtung durch regenerative Energiequellen.
  • Natur und Stadtentwicklung: Kirchbergplateau
    Arboreten, Saatgut, „Urban Greening“, „Vertical Greening“ und Zukunftstechnologien, Dach- und Innenhofbegrünung.


Projektentwicklung durch einen partizipativen Prozess 

Die Gartenschau wird vom Ministerium für Landwirtschaft, Weinbau und ländliche Entwicklung und der Stadt Luxemburg in enger Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Tourismus, dem Ministerium für Kultur, dem Generalinspektorat für Finanzen und dem Wirtschaftsministerium sowie mit dem Luxemburger Gartenbauverband organisiert.

Diese Parteien haben eine Vereinigung ohne Gewinnzweck (Asbl) gegründet, die die Organisation der Gartenschau gewährleisten soll. Die Vereinigung wird im Jahr 2025 aufgelöst.

Die Stelle des Generalkoordinators/der Generalkoordinatorin der Asbl LUGA 2023 ist derzeit ausgeschrieben. Die Bewerbungsfrist endet am Freitag, den 2. August 2019. Informationen zum gesuchten Profil finden Sie auf jobfinder.lu. Die Vereinigung wird noch drei zusätzliche Mitarbeiter/innen einstellen.

Die vier Hauptgebiete stehen zwar im Mittelpunkt der Ausstellung, es können aber weitere Initiativen in den Stadtvierteln oder sogar im ganzen Land im Rahmen eines partizipativen Prozesses in das Programm LUGA 2023 aufgenommen werden. Im Herbst 2019 wird ein Aufruf zur Teilnahme an mehr als 200 Verbände gerichtet, um Workshops mit potenziellen Projektträgern zu organisieren. Nur Projekte, die in den festgelegten Gebieten stattfinden, können gemäß einer noch festzulegenden Charta kofinanziert werden.

Was die offizielle Bezeichnung dieser Gartenschau anbelangt, so teilen die Organisatoren mit, dass ein endgültiger Titel ausgearbeitet und der Öffentlichkeit zu einem späteren Zeitpunkt präsentiert wird.

Es sei auch darauf hingewiesen, dass die von der Stadt Luxemburg angekündigten Renaturierungsarbeiten im Petrusstal in zwei Phasen durchgeführt werden. Die erste Phase, über die jüngst im Gemeinderat vom 8. Juli 2019 abgestimmt wurde, muss für die Gartenschau im Jahr 2023 abgeschlossen sein.

Das Budget der „LUGA 2023 Asbl“ beläuft sich auf 10 000 000 Euro und wird vom Ministerium für Landwirtschaft, Weinbau und ländliche Entwicklung sowie der Stadt Luxemburg zu gleichen Teilen getragen. Die Mittel werden zur Finanzierung des Personals, der Verwaltungs- und Betriebskosten der Vereinigung, der Koordination der LUGA einschließlich der Beschilderung und der Informationspunkte, der Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit sowie der Kofinanzierung bestimmter förderfähiger Projekte in den vorgenannten geografischen Gebieten genutzt. Durch eventuelles Sponsoring kann das Budget aufgestockt werden.

Projekte im Großherzogtum, die zwar in das Konzept der LUGA 2023 passen, jedoch außerhalb der vier festgelegten geografischen Gebiete stattfinden, werden nicht kofinanziert. Sie können aber in die internationale Kommunikation und das offizielle Programm der LUGA 2023 aufgenommen werden.